Zuger Provokationen – Zürcher Ruhe

War Zug am Dienstag zumindest nicht bevorteilt durch die Leistung der Schiedsrichter, so dürfte in diesem Bereich nun wieder mindestens Gleichstand herrschen. Nur gerade drei kleine Bankstrafen mussten die Zuger hinnehmen und dies trotz diversen Provokationen und verdeckten Fouls.

Psychologische Spiele der Zuger
Vor dem Spiel packten die Zuger alle Möglichkeiten um das psychologische Momentum ein wenig in die Innerschweiz zu ziehen. Der Topscorer des EV Zug meinte sogar, dass Lukas Flüeler überschätzt werde und nur dank seinen Vorderleuten gross auftrumpfe. Auch die Zuger Fans schlugen in die gleiche Kerbe und versuchten Flüeler zu verunsichern. „De Luki isch nervös“, erklang es aus der Zuger Nordkurve – es klang schon fast gebetsartig. Dagegen gibt es eigentlich nur etwas, einen kurzen Blick auf die Statistik – 96.38% Fangquote sagt dabei eigentlich alles.

„De Brunner isch nervös, de Brunner isch nervös“
Im Spiel zeigte sich dann, dass Lukas Flüeler zwar keine Maschine ist, aber mittlerweile mit einem unglaublichen Selbstvertrauen ausgestattet ist. In den ersten 34. Minuten wehrte er und seine Hintermannschaft alle Angriffsversuche der Zuger erfolgreich ab und selbst als das erste Gegentor fiel, da war die Defensive der Zürcher sofort wieder auf dem Posten. Es folgte die 40. Spielminute und ein Stimmungswandel, wie sie die Hertihalle wohl schon lange nicht mehr erlebt hat. Verzweiflung, Wut und Ratlosigkeit wendeten sich innert Sekunden zu Schadenfreude, Überheblichkeit und Hochmut. Die Aktion, welche diesen Stimmungswandel hervorrief, war das Tor von Fischer. Erst da bemerkte man, wie nervös die Zuger eigentlich sind – Damien Brunner fuhr zu Seger und Flüeler und mischte sich in deren Konversation ein. Wohl um Lukas Flüeler mitzuteilen, dass er eben doch massiv überschätzt werde.

Grosse Reaktion von der gesamten Mannschaft
Aber der 23-jährige reagierte genau so, wie es sich für einen grossen Torhüter gehört. In der Folge liess er noch etwas weniger zu und brachte damit Brunner & Co. in das alte Fahrwasser zurück – viele Chancen, aber kaum Tore. Neben Flüeler wurden natürlich auch andere mit Provokationen eingedeckt, so musste Bärtschi innert weniger Sekunden gleich drei Mal den Handschuh eines gegnerischen Spielers aus seinem eigenen Gesicht entfernen. Doch alle blieben sie ruhig und gaben damit Zug und dem Publikum kaum Angriffsfläche. Was dann in der 64. Minute folgte wissen wir alle, es war wohl der schönste Moment in dieser Playoffkampagne – hoffentlich nicht der letzte schöne Moment!

Auf gehts Zürcher!

12 Gedanken zu „Zuger Provokationen – Zürcher Ruhe

  1. Hammer Artikel!! 🙂 Jetzt söll dä Brunner go brüälä und sich witer über dä Luki ufregä. Cool dass än dä Segi grad packt hät. 🙂
    Hoffä mä chönd am Samstig dä Sack zuämachä, dän hät das gjammer vo dä Zuger äntli äs ändi und sie chönd mit äm HCD id Feriä und sich über di böösä zürcher beklagä. 🙂

  2. gratulation an down
    sehr gut gekämpft – super vorlage beim ersten tor – gut gemacht.
    ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir andererseits der kolnik überhaupt (noch) nicht gefällt.
    emsig, aber total unauffällig und keine wirklich gute aktion.
    mein persönlicher eindruck.
    und noch nachzutragen bezüglich down: hut ab, seit genau einem monat keinen ernstkampf mehr bestritten und dann so ein aufritt hinzulegen zeugt von klasse meiner meinung nach. der hatte lange keine spielpraxis und hat sich sofort sehr gut eingefügt und eben den herrlichen und sehr wichtigen pass zum ersten tor gespielt.
    habt ihr auch bemerkt, dass der trainer hartley schon relativ rasch den down in die erste linie befördert hatte zusammen mit ambüel/tambi und den kolnik in die vierte linie verbannt hatte.
    hoffe aber schon sehr, dass der kolnik noch wieder ansatzweise an seine glanzform herankommt, die er hatte, als er bei servette der überflieger und regelmässige topskorer war.
    auf geht’s – morgen machen wir den sack zue und stiehen den zugern definitiv den stecker.

  3. de brunner isch glaubs eifach frustriert, well er usser bim gaysex i de spielerkabine keine meh versenkt 😛

  4. @M!TCHY: du und Brunner? wie lange geht das schon? ist er zärtlich? könnte es mehr sein als nur körperliche Zuneigung?

  5. lönd doch de mitchy in rue er cha ja au nüt defür für sini vorliebene …

  6. Voll luschtig aber stönd er vor mir isch s Hösli voll. Ich bin zfridä mit minere Familie also ganz ruig Kiddies.

  7. Nächste Saison, wird Kolnik unser Topscorer sein, davon bin ich überzeugt (wenn ihn salis behält..) er braucht noch zeit…

  8. @zsc10
    Kolnik wird nächste Saison zu 99,99% nicht beim Z sein.
    Es wird ein ausländischer Center gesucht, welcher man an Jeffs Seite stellen kann (Pittis wird es nicht sein).

    Quelle: sehr sehr sicher

  9. @Peeeziibär
    Dazu habe ich zum jetzigen Zeitpunkt leider noch gar keine Infos.
    Falls ich was in Erfahrung bringen sollte, werde ich es hier mitteilen.

    ….und jetzt ab id Halle 🙂

    Hopp ZSC !!

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