Die Eishockeyarena steht vor wichtigen Hürden!

Seit dem letzten Donnerstag, als die Stadt und der ZSC vor die Medien traten und den neusten Stand des Stadionprojektes vorstellten, ist die Diskussion um die neue Eishockeyhalle wieder entfacht. Grundsätzlich ist dieser Umstand nicht negativ, je mehr über etwas berichtet wird, desto eher ist es in der Bevölkerung auch akzeptiert – normalerweise.

Sonderfall Zürich und seine Stadion-Geschichten
Aber Zürich ist diesbezüglich etwas spezieller und mehr Medienpräsenz ist nicht gleichbedeutend mit mehr Akzeptanz. Aber die Ausgangslage ist auch etwas anders: Da war zum ersten der Letzigrund, welcher für die Fussball Europameisterschaft 2008 neu gebaut wurde, der es aber seither nie wirklich zum „Prunkstück“ geschafft hat. Die Stadt investierte 110 Millionen Franken.

Kurz zuvor hatte sich die Stadt Zürich bereits am Umbau des Zürcher Hallenstadions beteiligt und dort 56 Millionen Franken „verbaut“. Die Situation und die Problematik der aktuellen Halle brauchen wir hier nicht weiter auszuführen.

Und dann kommt noch das neue Hardturm-Projekt in die Geschichte. Dort wird die Stadt Zürich, vorausgesetzt das Konzept wird nicht noch einmal umgestossen, ebenfalls fast 140 Millionen Franken ausgeben.

Die Demokratie überstrapaziert?
Nun kommt also noch ein neues Eishockeystadion auf den Platz, welches zusätzlich noch fast 150 Millionen Franken verschlingen soll. Dass das vierte Stadionprojekt innert weniger als zehn Jahren nicht überall auf Freude und Begeisterung stösst, ist unter dieser Vorgeschichte verständlich. Auch die Problematik bezüglich Stimmung und den Einnahmen aus dem Catering, dienen für den grössten Teil der Bevölkerung kaum als überzeugendes Argument. Das in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet ist ebenfalls nichts Neues. Scheitert das Projekt also an den demokratischen Regeln?

Volksabstimmung möglich
Nun, so weit ist die Geschichte noch lange nicht und die Hoffnung, dass die Halle im September 2017 durch den ZSC bezogen wird, absolut vorhanden. Aber es gilt doch einiges zu beachten, so haben sich erste Stimmen aus der Politik bereits bemerkbar gemacht und ihren Widerstand angekündet. Die Einwände sind unterschiedlicher Natur: Einige stört nur der Aspekt, dass die Stadt Zürich bereits für das vierte Stadion Bank spielen muss. Andere sehen grundsätzlich keine Notwendigkeit hinter einem weiteren Sportstadion in Zürich.
Es ist also nicht auszuschliessen, dass eine Volksabstimmung notwendig wird, selbst bei einer Pro-Mehrheit im Stadtrat. Der Kredit ist also noch lange nicht zugesichert und eine Eigenfinanzierung durch die beiden Clubs – Volero Zürich und dem ZSC – kaum vorstellbar.

Das Hoffen geht weiter
Offenbar werden bei der Stadiondiskussion auch der Phantasie keine Grenzen gesetzt. So tauchte die Idee auf, das Stadion unter die Erde zu bauen, um so die Schrebergärten erhalten zu können. Aufgrund der dort herrschenden Grundwassersituation, so zumindest sagen die Fachleute, sei eine solche Lösung jedoch nicht realisierbar.
Ganz egal aber welche Idee und Möglichkeiten noch auf den Tisch kommen, das Stadion ist noch lange nicht gebaut und die entscheidende Phase folgt in den nächsten Monaten. Gut möglich, dass die neue Eishockeyarena zum nächsten Politikum in der Stadt Zürich wird und so mit Verzögerungen gerechnet werden muss.

Hoffen wir es kommt anders und der ZSC darf 2017 in ein gutes und modernes Eishockeystadion einziehen!

2 Gedanken zu „Die Eishockeyarena steht vor wichtigen Hürden!

  1. Aso wenn’s vors Volk chunt, wirds eh abglehnt..

    1) Die armen Schrebergärten besitzer..
    2) So viel Geld :-O
    3) Das Hallenstadion genügt doch, wieso eine Änderung ?

    fuck off. z’vill Demokratie stinkt so richtig

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