Gegen Langnau auf dem Prüfstand

„Der ZSC ist zurück!“ Das mein persönliches Fazit nach dem vergangenen Wochenende. Mit dem relativ souveränen Sieg am Freitag gegen Rapperswil (5:1) und einer eher unverdienten Auswärtsniederlage in Davos (3:2) zeigte die Mannschaft, dass die fünf Siege in Serie ihnen neues Selbstvertrauen eingebracht hat.

Am Samstag, bei der Niederlage in Davos, da fehlte es dem ZSC nur an der letzten Überzeugung. Als er nach zwei Drittel, und vielen guten Chancen, noch immer ohne Tore auf der Anzeigetafel geführt war, da verlor er eben etwas von diesem Glauben und die Bündner, welche wie immer Kaltblütigkeit bewiesen, nutzten dies gnadenlos aus. Doch besonders im ersten Spielabschnitt kombinierte sich Hartley’s Team das eine oder andere Mal herrlich durch die blaue Verteidigung und oftmals fehlte nur das Glück, so zum Beispiel beim Lattentreffer in den ersten zehn Minuten. Rückblickend muss natürlich auch erwähnt werden, dass ein stark auftretender Leonardo Genoni „Schuld“ an der Zürcher Torlosigkeit trug.

Zwar hat Langnau mit Robert Esche auch einen starken Torhüter, doch insgesamt sind die Langnauer harmloser und weniger kompakter einzustufen als die Bündner. Noch gehört die Defensive nicht zu ihren Stärken, kassiert Fust’s Team doch durchschnittlich fast 3.5 Tore pro Spiel. In der gegnerischen Zone sieht die Statistik deutlich besser aus, da traten besonders die Jungen – Moser (Jg. 1989) und Haas (Jg. 1988) – auf diese Saison hin aus dem Schatten der Ausländer. Sie haben es zusammen auf bereits 33 Scorerpunkte gebracht in 20 Spielen.

Beim ZSC schiesst sich Andres Ambühl langsam in Fahrt, er konnte in den letzten vier Partien sechs Scorerpunkte (3 Tore / 3 Assists) sammeln und ist damit in der internen Punkteliste auf Rang drei vorgestossen. Trotz der zuletzt starken Leistungen von Lukas Flüeler wird wohl Ari Sulander in einem der nächsten Spiele wieder einmal eine Chance erhalten, ob nun bereits gegen Langnau oder erst am kommenden Wochenende wird sich erst auf dem Matchblatt zeigen.

Ein Sieg ist aber trotz allem Pflicht!