Eine Niederlage mit gutem Inhalt

Nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel gibt es bereits wieder genügend Möglichkeiten um eine schwarze Saison zu erahnen. Allerdings sollte dies nach der gestrigen Reaktion im Heimspiel nicht zur Debatte kommen, denn der ZSC zeigte eine eindrückliche Antwort auf die 5:0 Klatsche gegen den Kantonsrivalen vor eigenem Publikum.

Von Beginn an war der ZSC präsent, war wendiger auf den Schlittschuhen als sein Gegner und liess die Gelben, welche so oft als die besten Skater der Schweiz bezeichnet werden, immer wieders ins Leere laufen. Besonders intensiv die Startminuten. Dort vergab Tambellini gleich persönlich Chancen für zwei oder drei Tore – er scheiterte aber am Abschlussglück und an Leonardo Genoni. Ein gefühltes Chancenverhältnis von 40 zu 10 wurde durch die Zürcher Offensive zu wenig genutzt und hinten?

Dort ist trotz Zuzug von Severin Blindenbacher und John Gobbi noch keinesfalls alles auf Top-Niveau. Wenn Davos in der gegnerischen Zone war, dann herrschte dort oftmals Verwirrung und die Zuteilung der Gegenspieler klappte in den entscheidenden Momenten nicht. Es gibt aber da noch ein anders Thema, welches in der Defensive anzusprechen ist:

Ist Ari Sulander, in der Form in welcher er sich gestern präsentiert hat, noch der richtige Schlussmann für den Z? Bereits bei den ersten Pucks hinter seinem Tor liess er die nötige Routine vermissen und seine Unsicherheit war bis auf die Ränge zu sehen. Auch beim dritten Treffer sah die Legende wenig vorteilhaft aus, dem Schuss von Sejna ging zwar eine unglückliche Verkettung von Umständen voraus, dennoch geht dieser erste Rückstand auf seine Kappe. Die Frage sei also erlaubt, warum von Flüeler auf Sulander wechseln? Denn der junge Zürcher Torhüter trug am vergangenen Dienstag wohl mitunter am wenigsten Schuld an der Niederlage. Angesprochen auf seine Leistung meinte der Altmeister: „Ich weiss das ich besser spielen muss“.

#91	Kenins Ronalds CH/LAT

#91 Kenins Ronalds CH/LAT

Zurück zum Positiven. Ronald Kenins, der Lette mit Schweizer Lizenz, durfte gestern seine Torpremiere in der höchsten Spielklasse bejubeln. Zudem sammelte der ZSC drei wichtige Punkte gegen Rapperswil und war am Samstag die deutlich bessere Mannschaft im Kampf gegen Davos. Zwar schmerzt die Niederlage im ersten Moment und doch ist sie auf den zweiten Blick betrachtet wohl eine Zwischenstation in der Formkurve, denn er hat nun die Chance am Dienstag gegen Ambri endgültig einen Weg aus der ersten Mini-Krise zu finden.