Arbeitsgruppe im Projekt Nordkurve ZSC

Die Auswertung der Umfragen zeigt ein klares Resultat: Bei sämtlichen Abstimmungen, welche auf drz.ch, zscfans.ch und dem zscblog.ch stattfanden, sprach sich eine deutliche Mehrheit für einen Umzug der Fankurve aus.

Woher aber nun diese deutliche Befürwortung für einen Umzug? Das hat zum einen sicher mit der verkorksten Saison und der damit verbundenen, lauen bis inexistenten Stimmung auf den Rängen zu tun. Es darf aber durchaus als Zeichen, auch gegenüber der Mannschaft, für einen kommenden Umbruch oder eine Weiterenwicklung auf, wie auch neben dem Eis verstanden werden. Die Diskussion über das Hallenstadion und der allgemeinen Stimmungsprobleme dort ist nicht neu – sie erhält aber in sportlich mageren Zeiten zusätzlichen Auftrieb.

Auch die Aussagen von Segi über den wahren Stimmungszustand auf dem Eis, regte viele Fans zum Überdenken der eigenen, negativ eingestellten Meinung zum möglichen Standortwechsel an. Aber natürlich dürfen die Gegner dieses Vorschlages nicht vergessen werden. Ihre Hauptargumente liegen in der langen Tradition des 3.Rangs und dessen Kultstatus. Sie würden im Falle einer Realisierung des Umzuges die Leidtragenden sein. Ihnen würde nur die Auswahl zwischen Verbleib in einer verlassenen Traditionskurve und einem widerwilligen Wechsel übrig bleiben.

Und was macht eigentlich der Club? Oder anders gesagt, wie geht es jetzt mit dieser Umfrage und den Schlüssen daraus weiter? Klares Resultat hin oder her, noch immer ist es ein langer und harter Weg für einen Wechsel des Sektors. Dass aber etwas in Bewegung gesetzt wurde ist ebenso ersichtlich. Als erstes wird nun eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Expontenten des Hallenstadions und des Clubs, formiert. Diese prüft diverse Faktoren wie Sicherheit, Logistik und andere Aufwendungen auf ihre Machbarkeit.

2 thoughts on “Arbeitsgruppe im Projekt Nordkurve ZSC

  1. gebe dir mit der analyse nicht ganz recht. schon beim ersten spiel nach dem umbau unseres tempels war klar, dass wir uns in dieser halle nie wirklich wohl fühlen werden. ein umzug wurde mit grossen anstrengungen in einer zeit angestrebt, in der es sportlich nicht so schlecht lief.
    in all den jahren in dieser event-halle haben wir immer wieder dinge ausprobiert, um diese situation zu verbessern. dies ist jetzt einfach ein weiterer und hoffentlich sehr grosser schritt in diesem kampf. im kampf unsere kultur, die wir seit bald 10 jahren pflegen und leben, auszuleben und die fankurve nach unseren vorstellungen zu gestalten. immer mit dem ziel, unseren ZSC zum sieg zu verhelfen.

    dass die zustimmung so deutlich sein wird, habe ich eigentlich auch erwartet. das hat wiederum nur bedingt etwas mit der sportlichen situation zu tun, denn bereits als wir dieses projekt gestartet haben, habe ich die zustimmung ähnlich empfunden.

  2. Denke der sportliche Einfluss ist zwar im Grundgedanken nicht entscheidend, zumindest aber im Entscheidungsmoment. War die Halle voll und der Erfolg da (siehe Meister, CHL und Victorias Cup) waren vielleicht ähnliche viele der Meinung, dass das Hallenstadion kein Hockeystadion ist. Durch den Erfolg wurde dieses Problem aber nicht als entscheidend oder wichtig taxiert und dies zumindest bei Vielen.

    Das es natürlich auch Jene gab, welche quasi fast seit dem Einzug für eine bessere Ausgangslage kämpften, dass ist eine Tatsache. Die Idee fand aber nie die Wertschätzung bei den Meisten, wie sie sie heute findet. Und dies hat zumindest aus meiner Perspektive betrachtet, einen gewissen Teil mit Misserfolg zu tun. Mit fehlenden Erfolg sank die Zuschauerzahl, verschwand das Interesse aktiv an der Stimmung teilzunehmen und somit entstand auch die triste Atmosphäre in der Halle.

    Aber wie bereits erwähnt, auch aus meiner Sicht ist das nur ein Teil der Begründung, aber zumindest ein zu beachtender Punkt. Deshalb ist es wichtig, diesen Wechsel jetzt zu „pushen“. Möglich das bei Erfolg in der nächsten Saison, dieses Thema wieder etwas in den Hintergrund gerät.

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