EHC Kloten – ZSC 4:3 (0:1, 2:1, 1:1) n.V.

Und wieder gewinnt das Heimteam sein Spiel. So oder ähnlich muss der Übertitel für das gestrige Spiel lauten. Wieder einmal wurde deutlich, wie nahe Erfolg und Niederlage im Eishockey liegen. Wie schnell aus einer scheinbar souveränen und hocherfreulichen Führung, eine der bittersten Niederlagen werden kann.

Die Klotener nahmen das Spieldiktat von Beginn an in die Hand und spielten fast ausschliesslich in der Zone der Zürcher. Doch die Defensive von Flüeler hatte fast alles unter Kontrolle und so besassen die Flieger, im Verhältnis zu den Spielanteilen, nur wenig gefährliche Chancen. Noch besser wurde es sogar, als Ambühl (16.) und Monnet (25.) zu zwei Powerplaytreffern kamen. Diese Führung verhalf dem ZSC nun zu einem besseren und vor allem offensiveren Spiel.

Aber es sind genau jene Situationen, in denen eine gewisse Konzentration verloren geht und dadurch der Gegner zu seinen Chancen kommt. So war es auch gestern. Der EHC verwertete in der 34. Minute ein Powerplay zum 2:1, wobei dem Treffer eine fragwürdige Strafe gegen Schäppi voran ging. Es half alles nichts und die Klotener fanden nun ihrerseits wieder besser ins Spiel und sollten in der 38. Minute gar zum Ausgleichstreffer kommen.

Im Schlussabschnitt neutralisierten sich die beiden Teams fast komplett. Es brauchte schon einen Verlegenheitsschuss von Nolan, welchen Ziegler in der 48. Minute zum erneuten Führungstreffer ablenkte. Damit sollte nun aber der Weg zum Sieg geebnet sein… Eine gefühlte Ewigkeit sah es auch danach aus, doch bereits in der 54. Minute hatte Dupont eine Antwort darauf und glich erneut aus. Diesmal verbüsste Pittis eine Strafe und damit fiel der dritte Treffer von Kloten zum dritten Mal in Überzahl.

Es musste zur Verlängerung kommen und diese dauert in den Playoffs immer 20 Minuten und nicht wie in der Qualifikation nur fünf. Dafür gibt es auch eine reguläre Pause zwischen dem dritten Drittel und der Verlängerung. Doch diese war für einmal eigentlich völlig unnötig, denn nach nur gerade 18 Sekunden fiel der Siegestreffer mitten ins Herz der Zürcher Fans. Ein unglaublich wichtiges Spiel ging damit auf eine extrem ärgerliche Art und Weise verloren. Nun ist Charakter gefragt!

Choreo Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

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