Langnau – ZSC 3:4 (1:0, 0:2, 2:1) n.P.

Es gibt sie also doch noch! Die Auswärtsfahrten, an denen nicht nur die Stimmung im Gästesektor stimmt, sondern auch das Ergebnis auf dem Eisfeld. Die rund 500 Z-Fans (die meisten davon mit dem Extrazug angereist) erlebten einen abwechslungsreichen Match mit dem „richtigen“ Sieger. Mehr zur Fahrt und der ganzen Organisation folgt morgen im Blog in einem separaten Bericht.

Die Stimmung war auf den Rängen bereits vor dem Anpfiff grossartig und mit Spannung durfte die Leistung der Mannschaft erwartet werden. Doch die ersten Minuten war keine Galavorstellung der Zürcher. Trotzdem war es Pittis, der die erste gefährliche Aktion zeigte, denn sein Schuss wurde erst auf der Linie durch einen Verteidiger weggewischt. Ansonsten hatten die Langnauer mehr Spielanteile und kamen in der 12. Minute zur ersten hochkarätigen Tormöglichkeit. Dabei profitierte Moser von einem haarsträubenden Abwehrfehler von Schelling, doch Sulander verhinderte den Führungstreffer in Extremnis. Es lief bereits die 19. Minute und die Zürcher befanden sich für einmal in der gegnerischen Zone, doch scheiterte Schäppi mit seinem Backhandschuss erst an der Torumrandung von Benjamin Conz. Quasi im Gegenstoss folgte dann aber das 1:0 für Langnau. Der Torschütze war Haas, welcher mustergültig von Iggulden bedient wurde.

Im Mittelabschnitt fand der Z dann endlich den Tritt ins Spiel. Sie wirkten nun aggressiver und aufsässiger. Als Moser in der 26. Minute auf die Strafbank musste, machte Adi Wichser mit seinem zweiten Saisontreffer den Ausgleich perfekt. Der Center verwertete einen missratenen Pass von Ambühl Backhand. Damit war die Mannschaft auf dem Eis nun endgültig erwacht und nur gerade drei Minuten später folgte die erstmalige Führung. Cyrill Bühler traf in bester Baseballmanier zum 2:1. Mit dieser zwischenzeitlichen Führung folgte die zweite Drittelspause.

Den Vorsprung konnte das Team von Bengt-Ake Gustafsson im letzten Abschnitt allerdings nur gerade zwei Minuten halten, dann traf Reber mit einem herrlichen Slapshot zum 2:2. Bei diesem Treffer waren die Zürcher in nummerischer Unterzahl – „dank“ eines Wechselfehlers. Danach plätscherte das Spiel vor sich hin und als sich Bastl in der 55. Minute den Puck schnappte, da rechneten wohl viele bereits mit einer Verlängerung, doch der Romand bezwang Conz im zweiten Anlauf mit etwas Glück. Die Freude über die Last-Minute Führung verging dem Zürcher SC aber schnell, denn Cook brachte nur wenige Sekunden später die Scheibe bereits wieder hinter Sulander unter.

Somit musste die Verlängerung eine Entscheidung bringen. Der ZSC zeigte sich in dieser zwar besser, aber ohne zwingende Chancen. Die logische Folge: Ein Penaltyschiessen in der Illfishalle. Dort verwandelten die Zürcher Schützen für einmal souverän. Waren die Versuche in dieser Saison meist ideen- und erfolglos, so erzielten heute mit Ambühl, Pittis und Nolan gleich drei Zürcher einen Penaltytreffer.

Mit dem entscheidenden Penalty von Owen Nolan war auch der Startschuss für die Feierlichkeiten nach Spielende gegeben. Nach einer ersten kurzen Welle direkt nach dem Handshake, kamen fast alle Spieler noch einmal zurück aufs Eis und feierten gemeinsam mit den Fans. Dabei zog Krutov die grösste Show ab. Der Russe warf sich 2-3 mal gegen das Plexiglas der Halle direkt vor den ZSC Fans. Damit endete ein erfolgreicher und versöhnlicher Abend und eigentlich könnten die Playoffs am Dienstag beginnen!

Sebastian Schilt, Adrian Wichser und Simon Lüthi gegen auf den Puck
Sebastian Schilt, Adrian Wichser und Simon Lüthi gegen auf den Puck

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