ZSC – Zug 5:3 (2:2, 2:1, 1:0)

Es geht also doch noch! Der ZSC gewinnt heute gegen Zug dank je zwei Toren von Monnet und Bastl. Zu erstaunen vermochte besonders wie souverän der Z in den letzten fünf Minuten agierte und kaum in Bedrängnis geriet.

Doch der Auftakt liess wieder das Schlimmste befürchten, denn nach nur 35 Sekunden war Sulander ein Erstes mal geschlagen.  Der Finne war der Profiteur der internen Goalierochade und auch in der Folge ein vielbeschäftigter Akteur. Für einmal konnten die Zürcher aber rasch reagieren. Es war Monnet mit einem Slapshot, der Zurkirchen bezwang in der dritten Minute.

Eine Reduktion der Fehlerquote war bereits in diesen Startminuten auf dem Eis ersichtlich. Aber die Geduld des Heimteams wurde weiterhin auf die Probe gestellt und in der sechsten Minute, mit dem zweiten Treffer von Zug, auch der Wille und die Moral. Zu diesem Zeitpunkt der EV Zug klar am Drücker und der ZSC nur leicht verbessert zu den Auftritten gegen Lugano und Ambri. Aber entgegen den letzten Spielen fiel der Z nicht komplett von der Rolle und kam in der 16. Minute durch Ryser tatsächlich noch zum erneuten Ausgleichstreffer vor der Sirene. Mit diesem Ergebnisse gab es den ersten Spielunterbruch und die erste Möglichkeit für eine Zwischenanalyse.

Kaum war diese fertig, da hatte Monnet die Scheibe bereits zum dritten Mal hinter die Linie der Zuger befördert. Nur gerade 14 Sekunden, damit waren sie noch 21 schneller als Zug, brauchte die erste Formation der Zürcher um die erstmalige Führung am heutigen Abend zu bewerkstelligen. Und es wurde immer besser, in der 33. Minute kam Bastl, nach einem Backhand Schuss von Monnet, von hinter dem Tor zum nächsten Erfolgserlebnis. Das Nachsetzten hatte sich in dieser Situation ausbezahlt.

Der Optimissmus neben dem Eisfeld und die Kreativität auf dem Feld wurde nun zunehmends besser. Kurzfristig gedämpft wurde diese, als Pittis auf die Strafbank musste und Christen nach nur 17 Sekunden Powerplay den Anschlusstreffer gelang. Doch der ZSC behielt in diesem Mitteldrittel die Nerven und liess sich auch durch kurzfristige Drucksituationen der Zuger nicht aus der Ruhe bringen.

Das selbe Bild ergab sich im letzten Drittel, der ZSC kontrollierte die Partie mehr oder weniger souverän, dies ohne grössere Risiken und Zug vermochte keine wirklichen Feldüberlegenheit zu verzeichnen. Auf den Rängen war es zu dieser Zeit fast still, die Stimmung war etwas zwischen Ungläubigkeit über die Kontrolle und Angst doch noch zu verlieren. Davon aber hatten die Spieler anscheinend keine Angst und konnten in der 54. Minute sogar noch einen Treffer zulegen. Mark Bastl staubte einen Abpraller bei Zurkirchen ab, der junge Goalie wehrte sich nach Kräften im Powerplay, war am Ende aber doch geschlagen. Anschliessend konnte der Sieg nachhause gebracht werden und drei wichtige Punkte blieben diesmal im Hallenstadion.

Für die Moral der Spieler wohl ein grosser Schritt, so ist der heutige Sieg doch nicht mehr als ein kleiner Anfang einer noch langen Reise. Das wichtigste Spiel in der aktuellen Situation ist das kommende gegen den EHC Biel, dort geht es um die Qualifikation für die Playoffs und auf das ist zurzeit der Fokus zu richten!

Interview mit Adrian Wichser nach dem Spiel:
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18.01.2011 zsc - zug
Das Tor zum 5:3 in der 54 Minute von # Mark Bastl. Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Weitere Bilder in der Gallery.

6 Gedanken zu „ZSC – Zug 5:3 (2:2, 2:1, 1:0)

  1. Hehe J.S, glaube auch nicht das es die Erlösung war. Aber der gestrige Erfolg muss isoliert von der Zukunft, in dieser Verfassung als kleiner und schöner Schritt gewertet werden…

  2. am schlimmsten war wohl der „Edgar Salis Buddy“ Block (4) – null Leistung, viel zu langsam und einfach stümperhaft. Lieber auf die jugend setzen als in den Seniorenverein.

  3. Hey Martin, naja das es immer Blöcke gibt die teilweise schlecht spielen kann mal passieren und aus meiner Sicht gehört zumindest Ziegler aus dem „Salis-Buddy-Block“ eine gute Saison gespielt und ist auch zum Teil durch Kampf aufgefallen.

    Weniger Spass machen mir zb. die Aussagen respektive Fragen in Interviews auf der offiziellen ZSC Page. Wenn da nach diesem Spiel bereits von „im richtigen Moment Playoffform gefunden haben?“ gefragt wird, kann ich das einfach nicht ernst nehmen.

    Wir sind siebter und noch immer nicht auf der sicheren Seite und noch viel weniger sind wir akutell fähig auch nur ein Spiel in einer Serie zu gewinnen gegen Davos oder Kloten…

    Sowas geht mehr gewaltig auf die Nerven.

  4. Hallo
    die frage im zsc tv war rechtzeitig wieder auf siegesstrasse? und nicht jetzt in playoff form? was doch ein unterschied ist…. ich finde, jungs dort machen einen super job.

  5. Hallo „Pro ZSC TV“

    Die Frage war folgendermassen: „ist mann jetzt rechtzeitig auf die Playoffs wieder auf der Siegerstrasse?“…

    Punkt 1: Sind wir immer noch nicht in den Playoffs.
    Punkt 2: Sind wir keinenfalls auf einer Siegesstrasse. Eine richtige Strasse hat auch mehr als ein Haus und deshalb für mich eine Siegesstrasse auch mehr als ein Sieg!

    Das finde ich völlig übertrieben, diese Frage nach einem solchen Spiel zu stellen! Oder siehst du es anders?

    Zu deiner Grundaussage das die Jungs dort einen super Job machen gibt es nicht viel anzfügen. Ihren Einsatz spreche ich in keinster Weise ab, aber sie waren nach dem gestrigen Sieg defintiv zu Euphorisch aus meiner Warte.

    Aber mag durchaus sein, dass wir hier eine grundlegende Differenz in unseren Ansichten haben 🙂

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