15.01.2011 ZSC - Lugano

Von Desaster zu Desaster, ZSC – HC Lugano 0:5 (0:1, 0:3, 0:1)

Ein Blick in die Garderobe der Zürcher genügte, um zu sehen wie desolat die Leistung gegen Lugano war. Lukas Flüeler, der beste Spieler zurzeit beim ZSC, suchte verzweifelt nach Begründungen für den Auftritt, Thomas Zielger warf sämtliche Ausrüstungsgegenstände auf den Boden und Geerings Blick zeigte völlig konsterniert in eine Ecke.

So in etwa, vielleicht noch etwas schlechter, war aber auch die Leistung am heutigen Abend. Es gibt nicht den einen Grund für die Niederlage, sondern  es sind viele Faktoren, die beim ZSC zurzeit nicht funktionieren. Das darf aber keine Ausrede sein. Denn eine Truppe, die insgesamt Millionen verschlingt, muss es einfach fertig bringen mehr als zur Zeit zu erbringen – Selbstvertrauen hin oder her.

Ein gellendes Pfeiffkonzert schloss diesen bedenklichen Abend ab. Nach dem kleinen Fortschritt im Spiel gegen Fribourg, artete es in einem grösseren Debakel als vor sechs Tagen in Zug aus. Wer in seiner eigenen Halle nicht den Stolz und den Charakter aufbringt, sich optisch gegen ein 5:0 Rückstand aufzulehnen und alles zu versuchen, zumindest einen Treffer zu erzielen, der hat nichts anderes als diese Verabschiedung verdient.

Nach dem Spiel stand uns Segi für ein Interview bereit:

15.01.2011 ZSC - Lugano
ZSC fällt gegen Lugano!, #16 Duvie Westcott hinten, #9 Josh Hennessy vorne Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

7 Gedanken zu „Von Desaster zu Desaster, ZSC – HC Lugano 0:5 (0:1, 0:3, 0:1)“

  1. Ja es isch defintiv wieder en erneute Tüfschlag gsi.. Wän das nume guet chunt!

    S’Schlimme isch:
    Han de Trainer nach em Match gfröget, warum er dän keis TimeOut gno heg nach dem dritte Gägegol. Häter chli verzwiflet weg gluegt und gseit, ja er heti 100 TimeOuts chöne ha, dMannschaft heg e absoluti Frächheit zämegspielt… Sie seged Profis und es gäch nöd drum wän sie Luscht und Lune händ zum spiele, sondern wän sie en Match heged..

    Für mich absolut sinnbildlich..

  2. Also ganz ehrlich so stark ist unsere Mannschaft nicht und so spielt sie auch! Wenn man so auf dem Transfermarkt zuschlägt ist man selber schuld. Die AC Milan hat/kauft auch so alte Spieler und bringt meist nix mehr. Beim ZSC muss ausgemistet werden und den jungen die Chance geben, statt ein Müller, Paterlini und Co. zu holen und spielen lasen.

  3. Miner meinig nah fählet eich spieler mit zsc virus! Die wo au wäns mal nöd so lauft mit erfahrig und idee öpis hi zauberet!!! Die ideelosigkeit isch zurziit nöd mal nlb fähig!!

    Das mer spieler schickt, wills nüm zu de junge ghöret, aber jetzt die wäret womer dringend würdet bruche isch eifach tragisch!!!!

  4. ZSC – LUGANO, seit 1992 – es war einmal ein Klassiker. Schall und Rauch, Fangesänge, Choreos, stickige Luft, Tränengas bis in die Katakomben, Schweiss und Kampf, warme Temperaturen, weiches Eis, Wasserwerfer – Emotionen pur – Marcel Wick ( ex-Klotener ! ) mit seinem Vorstoss als einer von nur noch drei ! vorhandenen Verteidiger, Arno Del Curto…….diese Liste liesse sich beliebig fortsetzen.
    und heute ?
    Trostlosigkeit, offenes Eis, keinen Kampf, keine Checks, kein Trash Talk, Gleichgültigkeit, kein Herzblut, nur noch ‚Lohnabholer’…….Ratlosigkeit ! Unser Team – ist kein Team ! Unglaublich wie diese Mannschaft nach aussen wirkt ; Zusammenhaltslos, no spirit , jeder mit sich selbst beschäftigt, kein ‚miteinander‘, kein ‚aufwecken‘, kein ‚anstacheln‘ – nichts dergleichen ist erkennbar !
    da fragen wir ‚Fans‘ uns ….?
    Sind die Zeiten des ‚Herzens‘, des ‚Kämpfens‘, des ‚sich einsetzen für den Club – unser ZSC !, wirklich vorbei ? Wenn ja, dann ist auch unsere ‚Zeit‘ des ‚ zuschauens‘ vorbei. Aus , Ende und Lichterlöschen !
    So will ich nicht enden, nein – zu lange Zeit verbrachten wir einen grossen Teil der Freizeit mit ‚Euch‘ – also , verdammt nochmal ! Kratzt euren Ehrgeiz zusammen, steht ein für den ZSC und ‚reisst‘ Euch den Arsch auf ! Wenn’s dann nicht klappt, ist es akzeptiert – solche Auftritte aber wie gestern gegen LUGANO – wollen wir nie mehr sehen !

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