Fribourg – ZSC 3:2 (1:0, 0:2, 1:0) n.V.

Ein kurzes Vorwort zum heutigen Spiel in Fribourg sei erlaubt: Der Fansektor in der St-Leonard-Halle wurde auf diese Saison hin erneut verkleinert und ist inzwischen mehr zu einem Käfig, denn zu einem Gästesektor umgebaut worden. Dies liegt aber noch in einer verständlichen Toleranz, doch was sich die ZSC-Fans mit den Matchtickets heute ansehen mussten, kann einfach nur unter die Kategorie „Frechheit“ abgestempelt werden. Seit vergangenen Mittwoch ist die Eishalle in Fribourg ausverkauft und dies gilt auch für den Gästesektor. Nein, da waren dann keine ZSC-Fans, sondern Gotteron Supporter. Von den möglichen 500 Plätzen waren geschätzte 200 Tickets an die falschen Personen verkauft worden. Somit verpassten viele Z-Fans das heutige Spiel. Schade!

Nun aber zum Spiel: Dort war vor der Begegnung eine Steigerung versprochen worden. Im ersten Drittel war davon aber überhaupt nichts zu sehen. Im Gegenteil – die Fribourger belagerten das Tor von Sulander und deckten es mit diversen gefährlichen Schüssen ein. Der Finne konnte seinen Kasten reinhalten bis kurz vor der ersten Sirene. Da war es um seine reine Weste geschehen. Jeannin, der Topskorer von Fribourg, traf zum Führungstreffer.

Offenbar hatte die Pausenpauke von Gustafsson seine Wirkung nicht verfehlt und so kamen die Zürcher Minute für Minute besser ins Spiel. Plötzlich war von der Heimmannschaft nichts mehr zu sehen und die Zürcher konnten ihr Spiel aufbauen. Als Murphy einen Pass zu Wichser spielte und dieser Huet umspielt und ins Netz traf, zahlte sich dieser Effort endlich aus. Anschliessend gaben die Zürcher das Spieldiktat wieder etwas ab. Das sollte für einmal aber nicht bestraft werden. Es kam noch besser, als Bühler plötzlich aus dem Slot abzog und seine Scheibe hinter Huet einschlagen sah. Volltreffer. Ein harmloser Schuss wurde zur erstmaligen Führung am heutigen Abend.

Nun hatte es fast den Anschein als würde der ZSC dieses Spiel in in den Griff bekommen. Dieser Anschein hielt bis zur ersten Strafe im Schlussabschnitt. Da musste Ulmann wegen Bandencheks in die Kühlbox. Fribourg konnte wieder Druck aufbauen und das Bild erinnerte wieder an das erste Drittel. Im Gegensatz zum ersten Abschnitt konnte aber Sulander nur wenige Sekunden stand halten und Melin traf im Powerplay zum Ausgleich. Weil keine weiteren Tore mehr fielen musste die Verlängerung her.

Dort war es, eigentlich entgegen dem Verlauf dieser Overtime, Beni Plüss, der für Fribourg zum Sieg einschiessen konnte. Verbesserung war versprochen, Stagnation war erfolgt. Der ZSC muss sich auch im neuen Jahr mit den alten Sorgen und Problemen beschäftigen. Es ist zwar eine ziemlich gewagte Aussage nach nur einer Partie, doch die Ansätze waren wieder die selben. Nächste Möglichkeit um diesen Eindruck zu widerlegen, erhalten die Zürcher am Dienstag in Rapperswil.

Nach dem Spiel konnten wir noch mit dem besten Spieler vom Z sprechen – Ari Sulander:

02.01.11: Fribourg - ZSC
02.01.11: Fribourg - ZSC Foto: Dominik Hew/zscblog.ch