Leistungen, die weder Fisch noch Vogel sind

Seit dem Trainerwechsel rund um Gustafsson und Muller sieht die Lage bei den Zürchern etwas besser aus. Der totale Befreiungsschlag ist aber (noch) nicht erfolgt. Oftmals sind die Leistungen ansprechend, doch irgendwo fehlt das letzte Quentchen an Wille, Biss oder einem anderen Faktor, um auch gegen grosse Gegner zu bestehen.

Aktuellstes Beispiel ist das gestrige Derby in Kloten. Waren es doch keinesfalls die Klotener, die das Spiel diktierten oder dominierten, aber eben in den entscheidenden Momenten gefährlicher waren und so auch zum 2:1-Siegestreffer kamen. Zuvor hatte der Z sich eine optische Feldüberlegenheit erspielt, die aber trotzdem immer harmlos und bescheiden wirkte.

Nur gegen Davos, vor 15 Tagen, konnte ein Sieg gegen ein Spitzenteam erreicht werden. Damals aber auch nur mit einem mageren 1:0 und auch nicht mit der benötigten Lockerheit, die es braucht, um mehrere solche Siege aneinander zu reihen.

Hilfe kommt in Form einer Weihnachtspause, die als Neuanfang betrachtet werden muss oder darf. Sollte der Z keine Steigerung in sein Spiel bringen, die Konsequenz vor dem Tor nicht finden und allgemein seine Spielzüge nicht erfolgreicher vortragen, so wird es ganz schwierig eine erfolgreiche Playoff zu spielen.

Die aktuellen Leistungen der Zürcher sind zu schlecht für die Playoffs, aber auch zu gut für die Playouts. Trotz allem sollte nicht vergessen werden: Die Meisterschaft wird nicht in der Qualifikation sondern in den Playoffs entschieden. Aber einen guten Gradmesser bietet sie trotzdem und so sollte sie auch gewertet werden.

Nächste Möglichkeit und damit sogleich auch die letzte in diesem Jahr ist das Derby morgen im Hallenstadion. Revanche vom Dienstag ist angesagt.

Looooooooooooooo’s gahts. Fülle mehr die Halle und bringed no eimal i dem Jahr richtig Stimmig id Halle! ZSC!

6 Gedanken zu „Leistungen, die weder Fisch noch Vogel sind

  1. ich kann nicht nachvollziehen, weshalb die transferpolitik nicht kritisiert wird – hiere sehe ich die hauptursache für das übel. wir haben eine mannschaft, die zwar möglicherweise individuelle klasse besitzt, der es aber an charakterfehlt. es fehlen die spieler, die sich für den zsc zerreissen. wir haben kaum noch spieler, die sich voll und ganz mit dem zsc identifizieren, die eine geschichte mit dem stadtclub verbinden und deshalb regelmässig über sich hinauswachsen.
    stattdessen haben wir überschätzte (ambühl, bärtschi) oder selbstgefällige (ziegler, paterlini) spieler, die auf dem papier möglicherweise stark sind, aber die nicht teil eines teams sind in dem jeder für jeden geht.
    alston ist dafür ein gutes beispiel. er hat sich aufgeopfert, lange bei uns gespielt und sich mit dem zsc identifiziert. er konnte ohne grossen worte mitreissen, weil er es allen vorgemacht hat und keiner so vorbildlich wie er trainiert hat. sein vertrag wurde verlängert, weil er zu teuer und zu alt sei – die begründung wäre an sich noch nachvollziehbar. aber wer wurde stattdessen geholt? paterlini und ziegler beide schon älter und nationalspieler (also teuer).

    was einen meister ausmacht ist eine mannschaft, die gemeinsam stricke zerreisst. eine mannschaft, in der sich jeder für jeden aufopfert und man sich gegenseitig anspornt. daran fehlt es uns momentan – da kann der trainer noch so gut sein, da hilft alles nichts.

  2. Hmm die Transferpolitik mag durchaus einen Faktor im Gesamtkonstruktes dieses Dilemmas sein. Dennoch ist nicht der einzige, denn Paterlini und Ziegler spielen für ihre Verhältnisse, aus meiner Sicht, eine gute Saison. Wie teuer sie waren und welches Preis/Leistungsverhältnis die beiden Nati-Spieler noch haben, werden wir von aussen kaum beurteilen können.

    Schnäppchen waren sie sicher keine, aber vielleicht günstiger zu haben als wir denken. Ambühl ist für mich ein ganz anderes Thema, der geht zwar, scheint aber ohne seinen persönlichen Mentor und Trainer – Del Curto – keine Stricke zu verreisen. So gesehen in Nordamerika, so gesehen bei uns.

    Zum Letzten deiner Vorwurfsliste – Bärtschi, habe ich persönlich eine ganz gute Ansicht. Immerhin trifft er ab und zu noch ins Netz und solche Qualitäten benötigen wir defintiv. Allgemein sehe ich bei ihm auch den Willen zu Einsatz und Kampf.

    Was ich aber nicht verstehe ist, dass unsere Junioren Schäppi und Ryser, zum Beispiel, nicht öfter eingesetzt werden. Aber auch hier ist das Problem, sie erzielen keine Tore… Das und aus meiner Sicht, fast nur dass, ist unser grosses psychologisches Problem. In der Kombination mit einigen überbezahlten und überschätzten Spielern gibt das unsere heutige Situation…

    Gruess Sven

  3. Das Problem liegt in der Verteidigung so ein Hühnerhaufen. Wir bräuchten 2-3 neue aber für das ist Salis nicht zu gebrauchen. Man holt Müller und Reist was ein riesen Witz ist/war. Dazu kommen die 2 neuen Ausländer wo einer für’n Ar…. Ist und ich eh nicht begreifen kann warum man mit 2 hinten spielen will sowas ist echt dum und bringt nix. Dazu kommt das wir schlafen, ein Du Bois geht zu Kloten genau wie Blum und Stettler wieder zu Langnau, denke die wären alle besser als viele bei uns hinten!

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