Ursachenforschung für die fehlenden Tore

Dass der Z mit Bärtschi, Monnet, Nolan und Ambühl über eine der stärksten Offensivabteilungen verfügt, ist wohl unbestritten. Allerdings mangelt es in der laufenden Saison an der Chancenauswertung im gegnerischen Drittel. Die Zahlen belegen diesen Umstand, waren die Zürcher in der vergangenen Qualifikation mit 3.7 erzielten Toren das statistisch stärkste Team der Liga, so sind sie heute nur noch die Nummer 7 der Liga. Auch die Traumquote von 3.7 Toren fiel auf magere 2.73 pro Spieltag. Durchschnittlich erzielen die Teams auf Schweizer Eis 2.92 Tore pro Spiel. An der Spitze dieser Tabelle liegt der EV Zug mit 3.61 versenkten Scheiben pro Partie, also immer noch hinter dem letztjährigen Wert des Z.

Es sind zwar auf den ersten Blick reine Zahlenspielereien, schauen wir uns aber die Einzelstatistiken an, so erhalten wir auch die Begründung für diesen Umstand. Betrachten wir zum Beispiel die Torausbeute von Bärtschi, welcher als der Skorer schlechthin in der Zürcher Mannschaft bekannt ist, so hatte dieser letztes Jahr in jedem zweiten Spiel durchschnittlich ein Tor verbucht. Aktuell sieht es deutlich düsterer aus, braucht er doch über drei Spiele um ein Tor in die Statistik einzutragen.

Auch Blaine Down, der Notnagel aus der letzten Saison, konnte seine Torquote nicht halten. Brauchte er damals für acht Tore gerade einmal zehn Tage, so brachte er es diese Saison in 24 Spielen „nur“ auf 10 Tore. Noch ein Beispiel gefällig? Cyrill Bühler konnte sich immerhin fünf Tore in 21 Saisonsspielen eintragen lassen, diesmal ist es, aus bald gleich vielen absolvierten Begegnungen, ein mikriges Törchen.

Es liegt aber nicht daran, dass zu wenige Chancen herausgespielt werden, denn oftmals bringt es das Team rund um Gustafsson auf 30 oder mehr Schüsse in einem Spiel, sondern einzig und alleine an der Chancenauswertung. Gerne spricht man davon, dass der Puck nicht ins Tor fällt oder irgendwie das letzte Quentchen an Selbstvertrauen für ein Tor fehlt. Hoffentlich kann diese Torimpotenz nun vor oder spätestens nach der Weihnachtspause überwunden werden und zu alter Qualität zurück gefunden werden.

Im Endeffekt bringen die Einzelspieler die vorhandene Durschlagskraft nicht aufs Eis. Somit werden vorne keine Tore erzielt und mit jedem vergebenen Schuss wird die Nervosität in der Defensive grösser und das Risiko für einen folgenschweren Fehler in der eigenen Zone steigt.

Was meinst Du? Siehst Du unsere aktuelle Problematik um das Toreschiessen ähnlich? Lass es uns wissen. Am besten hinterlässt Du uns direkt einen Kommentar in diesem Artikel.

Ein Gedanke zu „Ursachenforschung für die fehlenden Tore

  1. Den Puck aufs Tor bringen!

    Scharfe Schüsse nützen nichts, wenn sie andauernd daneben, oder dem Torhüter auf die Brust brausen.
    Präzise Schüsse, durchschnittliche Schusskraft und eine gute Übersicht wo der Torhüter steht, dies ist das Erfolgsrezept!

Kommentare sind geschlossen.