ZSC – Rapperswil 2:1 (0:0, 0:0, 1:1) n.V.

Not gegen Elend trafen im heutigen Sonntagsspiel in Oerlikon aufeinander. Der ZSC mit seinem vermeintlich starken Kader in Not auf dem sechsten Platz und die Seebuben als zweitletzte im Elend. Im Tor war heute für die Zürcher wieder Flüeler und der Paradesturm um Nolan, Pittis und Bastl wurde reaktiviert.

Tabellenlage und Teamsituation der beiden Vereine wiederspiegelten sich schnell im heutigen Spiel. Eigentlich war der Z technisch und kämpferisch im Vorteil, doch das Heimteam brachte irgendwie nichts Brauchbares zu Stande. Erster Aufreger im Spiel war der Pfostenschuss von Owen Nolan in der 13. Minute. Dabei sass Grauwiler, der ehmalige Z-Spieler, gerade eine kleine Strafe ab. Sowieso war diese Strafe so etwas wie ein Weckruf für den Z, um eine fulminante Schlussoffensive im Startdrittel zu eröffnen. Grosser Aufwand aus Sicht des Heimteams standen aber keinem Ertrag in Form eines Tores entgegen.

Im Mittelabschnitt flachte das Spielgeschehen nun komplett ab und so war auch die Stimmung auf den Rängen. Diese war zwar sowieso nicht überragend, doch in dieser Phase wurde es zum absolut trostlosen Spiel im Zürcher Hallenstadion. Einziger kleiner Aufreger in diesem Abschnitt der Partie war der Wutausbruch von Rapperswils Furrer, der kurzfristig etwas Stimmung brachte. Er legte sich mit zwei oder drei Z Spieler an, die diese „Anpöbeleien“ aber leider eher emotionslos über sich ergehen liessen, statt ein Ausrufezeichen zu setzen.

Endlich, in der 46. Minute, war es dann soweit. Seger brachte einen Slapshot von der blauen Linie in Richtung Tor und dort stand Owen Nolan der diesen ins Tor ablenkte. Sehr symptomatisch und nicht weniger ärgerlich war der Ausgleich von Bucher. Nur fünf Minuten nach dem 1:0 fiel auch gleich wieder der Ausgleichstreffer für die Gäste. Solche Konzentrationsschwächen gehören in dieser Saison scheinbar zum Normalfall. Anschliessend waren es aber, um das Positive zu sehen, wieder die Zürcher welche das Spieldiktat in die Hand nahmen.

Leider brauchte es eine Verlängerung, um einen Sieger zu bestimmen. Diese dauerte zwar nur drei Minuten, doch der Punktverlust war dennoch ärgerlich. Es war Ambühl, der mit einem Schuss von der rechten Seite Manzato ein zweites Mal bezwingen konnte am heutigen Nachmittag. Damit blieben zwei von möglichen drei Punkten in Zürich. Ein durchzogenes Spiel nahm trotzdem ein halbwegs erfreuliches Ende, doch über das Problem mit der Chancenauswertung muss dringend gesprochen werden. Ansonsten wird es noch mehr als einmal heissen: Gut gespielt, die Chancen nicht verwertet und am Schluss trotzdem verloren.

Nach dem Spiel konnten wir unter anderem über diese Problematik mit Cyrill Bühler sprechen.
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Foto: Dominik Hew/zscblog.ch