Wie soll es mit Sulander und Flüeler im Tor der Zürcher weitergehen?

Etwas überraschend stellte der Zürcher Vorstand vor dieser Saison Lukas Flüeler als klare Nummer 1 vor. Dieser Vertrauensbeweis brachte offensichtlich Ruhe in das Spiel der 22-jährigen Torhüterhoffnung vom Z. Viele mochten es zu Beginn nicht glauben und hatten auch ihre Mühe mit diesem Status. Die vermeintliche Nummer 1, Ari Sulander, musste sich vorerst mit dem Status als Nummer zwei, respektive durch seinen Ausländerstatus als Torhüter in der Nationalliga B begnügen.

Eigentlich einem Stargoalie von Ausmassen Sulo’s unwürdig, doch es sind die Spuren der Zeit, welche diesen Wechsel hervorrufen. Der legendären Nummer 31, die hoffentlich für immer gesperrt wird, haben wir drei Meistertitel, ein Titel an der CHL und der erste Sieg einer Schweizer Mannschaft gegen ein NHL Team zu verdanken. Immer strahlte der Finne die entscheidende Gelassenheit und Coolness auf die Mannschaft aus, um so diese im entscheidenden Moment auf Höchstform zu bringen.

Nun aber ist der Weltklassetorhüter auch schon weit über 40 Jahre alt, bringt zwar immer noch seine Leistungen, aber die Zukunft wird nicht ihm gehören, sondern einem Neuen, wem auch immer. Zusätzlich kommt erschwerend dazu, dass er immer noch nicht über einen Schweizer Pass verfügt und somit nicht als Backup und Notnagel auf der Bank verweilen kann, sondern im Farmteam vor leeren Kulissen vorlieb nehmen muss.

Es ist keine einfache Situation, doch soll nun erneut ein Torhütertalent verheizt werden? Bereits Leonardo Genoni war ein Opfer von Sulanders grossartiger Klasse, damals war der Finne aber noch fünf Jahre jünger und ein Verlust eines jungen Goalies sicher verkraftbarer als heute.

Dadurch ist die Entscheidung Flüeler zu Spielpraxis kommen zu lassen, durchaus verständlich und zielt in die richtige Richtung. Es muss eine Ära nach Sulander geben, so schmerzlich diese Tatsache ist, so sicher wird sie in den nächsten Jahren Realität werden. Hoffentlich wird der Finne auch nach seiner Aktivzeit noch bei uns seine Dienste verrichten. So zum Beispiel als Junioren- und später als Torhütertrainer. Seine Erfahrung und sein Wissen wären Gold wert.

Vorerst hat sich der Finne aber zurück ins Rampenlicht gespielt: Mit einem Shoutout am Dienstag im Hallenstadion gegen Davos. Seine gestrige Leistung war dann nicht mehr über alle Zweifel erhaben, doch diese Ansicht mag durchaus varieren, je nach Betrachtungsweise.

Grundsätzlich ist es nun aber wichtig, nach dem Rummel um Sulo, Flüeler wieder einen Einsatz zu ermöglichen am morgigen Tag gegen Rapperswil. Denn der Junge hat nur mit der Spielpraxis, mit Fehlern und mit Erfolgen, die ernsthafte Chance in die überdimensionalen Fussstapfen von Ari Sulander zu treten.

Wie sieht ihr das? Wer soll unsere diesjährige Nummer Eins sein?

3 Gedanken zu „Wie soll es mit Sulander und Flüeler im Tor der Zürcher weitergehen?

  1. obwohl ich erst 16i weis ich was de sulo für ois gleistet het vorallem vom meistertitel 08 bis hüt. Und mir chönd ihm nur danke was er über jahre für oise ZSC gleistet het. Aber irgendwen ish jedem sini ziit cho wommer halt igseh muess das es verbii ish. De Flüeler het die Saison sicher au sini ussetzer gha aber sini Vorderlüüt hend viel meh und schlimmeri black outs gha wege dem sött mer de flüeler im goal lah und ihm s vertraue geh will nur mit Vertraue chan er besser werde und ussem schatte vom Sulo springe.
    Flüeler als #1
    Merci Sulo für die ziit 🙂

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