ZSC – EV Zug 4:6 (2:2, 0:1, 2:3) Zürich besser, Zug effizienter

Gegen den ersten grossen Gegner seit einigen Spielen wollten die Zürcher beweisen, dass ihre Siege nicht nur Zufallsprodukte gegen unterklassige Gegner waren. Dementsprechend offensiv und gewillt starteten sie in diese Partie und wurden nach fünf Minuten mit dem 1:0 dafür belohnt. Westcott brachte die Scheibe im Powerplay hinter Markkanen unter. Noch sehenswerter dann das 2:0 durch Murphy, der einen Pass an die blaue Linie von Nolen mit einem satten Slapshot in die Maschen beförderte. Alles lief nach Wunsch für den Z in der 12. Minute.

Doch es folgte die erste kleine Krise im Zürcher Spiel. Nicht dass Zug um Längen besser spielte, aber sie verwerteten innert acht Minuten (13′, 19′ und 21′) drei Chancen und gingen so mit 3:2 in Führung. Zwischenzeitlich aber mussten sie noch auf viel Glück zählen, denn der finnische Torhüter im Zuger Tor konnte einen Slapshot aus der gegnerischen Zone von Murphy (die Sicht war im übrigen frei) nicht richtig erwischen und er glitt ihm durch die Fanghand an die Latte.

Kurz vor der zweiten Pause hatte Snell scheinbar ein persönliches Problem mit Nolan, doch dass man sich mit ihm nicht zu einem Boxkampf treffen sollte, schien ihm weniger bewusst zu sein. Kurzerhand zogen beide die Handschuhe aus, die Stimmung war auf dem Höhepunkt und Nolan bodigte seinen Gegner ohne grössere Mühe. Konsequenz davon war eine 2+2+2+10 Minuten Strafe.

Der Schlussabschnitt sollte die grosse Aufholjagd der Zürcher sein. Doch sie wurden nach nur zwei Minuten durch Casutt und dem 4:2 gebremst – irgendwie eine Vorentscheidung. Obwohl Bärtschi noch einmal, mit einem herrlichen Solo, eine Minute später zum 4:3-Anschlusstreffer kam, so waren es doch die Zuger mit Rüfenacht und Kristen, welche die Partie ins Trockene brachten.

Das Ehrengoal durch Bastl in der 54. Minute war eigentlich nur noch für die Statistik relevant. Es fehlte am Schluss am Willen und an der Kraft um dieses Spiel noch einmal herumzureissen. Bereits morgen steht aber die nächste Chance an, um einen Sieg gegen ein Top-4 Team einzufahren: Der SCB wartet auswärts.

Interview mit Lukas Flüeler:

ZSC gegen den EV Zug
Foto: Dominik Hew/zscblog.ch