ZSC – Ambri 8:3 (2:0, 4:2, 2:1)

Heute konnten die Zürcher einen über das gesamte Spiel ungefährdeten Sieg feiern. Das lag zum einen an der guten Vorstellung des ZSC und zum anderen an der desaströsen Leistung der Gäste. Wenn ein Team, beim Stand vom 2:0, nach 16 Minuten den Torhüter auswechselt, dann müssen grundsätzliche Fragen gestellt werden.

Uns solls egal sein. Es war kein fulminanter Start in die Partie, weil beide Mannschaften in den ersten zehn Spielminuten eher auf Abwarten und Kontrollieren bedacht waren. Aber nach zwölf Minuten klingelte es zum ersten Mal im Ambri Tor. Nolan wurde mit einem herrlichen Diagonalpass freigespielt und dieser erwischte den Torhüter unter den Schonern hindurch. Pittis zeigte sich als Absender des herrlichen Zuspiels. Als Bastl in der 16. Minute zum 2:0 für den Z traf, da verleidete es dem Tessiner Schlussmann bereits und Bäumle wurde durch Croce ersetzt.

Dass die Aufgabe für Croce nicht einfacher wurde, verstand sich bei den defensiven Patzern der Leventiner von selbst. Im Mittelabschnitt war es zuerst wieder Bastl der traf und dies bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit Pittis. Dabei war erneut die Vorarbeit von Pittis, der den Ambri Verteidiger mit einem cleveren Backhand-„Lupfer“ überspielte – sehenswert. In der 30. Minute war Pittis zwar erneut beteiligt am 4:0, diesmal geht das Kompliment aber an die herrliche Spielübersicht von Stoffel, welcher Nolan die Scheibe einschussbereit vorlegte.

Anschliessend war ein kurzes Nachlassen in den Reihen der Zürcher zu vermerken und dies wurde durch Duca (32′) und Incir (38′) kaltblütig ausgenützt. Direkt auf der anderen Seite, dies nur wenige Sekunden später, konnte Ambühl wieder auf 5:2 einschiessen und damit die endgültige Entscheidung herbeiführen. Noch ein Tor fiel im Mittelabschnitt und wieder waren es die Zürcher, diesmal mit Bärtschi, der Croce noch ein viertes Mal bezwang.

Die Tore von Monnet (45′) und Seger (54′) sollten noch ein Versuch Richtung „Stängeli“ sein. Für dies aber fehlte am Schluss die Konzentration und so kamen sogar die Gäste noch zum 8:3 Anschlusstreffer in der 57. Minute durch Kobach. Heute war es ein „spielen und spielen lassen“. Besonders die Zürcher spielten und die Leventiner liessen spielen. So kam am heutigen Abend nie wirklich Spannung in der Halle auf.

Positives gibt es noch von den jungen Zürchern zu vermelden. Sie erhielten erneut viel Eiszeit und bestätigten diese durch gute und kämpferische Einsätze. Besonders der 19-jährige Reto Schäppi vermochte erneut sehr gut zu überzeugen. Gerne hätten wir euch an dieser Stelle ein Interview mit ihm geliefert. Aus technischen Gründen war uns dies allerdings heute nicht möglich. Dies werden wir selbstverständlich am Samstag nach dem Spiel gegen Zug nachliefern.

(PHOTOPRESS/Steffen Schmidt)