Das Wochenende auf dem Schleudersitz für Muller

Am Schluss war das 4:1 gegen Bern der Tiefpunkt des Saisonstarts für den ZSC. Die Leistungen gegen Kloten und Fribourg am Wochenende liessen die Fans wieder hoffen, Einsatz und Willen stimmten für einmal, der Lohn blieb aber besonders gegen Frbiourg aus. Auch gegen Bern war nicht alles derart schlecht, wie es von vielen in diversen Foren geschildert wurde, doch es genügt nicht nur gut zu spielen. Es muss ein Befreiungsschlag her, aber einer mit Nachhaltigkeit. Kein knapper Sieg nach Verlängerung und kein 1:0 Sieg in der regulären Spielzeit.

Gefordert sind Tore und Punkte, da kommt mit Langnau der eigentlich richtige Gegner. Die Langnauer mussten zuletzt gegen Kloten und vor allem gegen Ambri zwei Pleiten in Serie verkraften. Wer in dieser Situation, als selbsternanntes Spitzenteam, nicht punktet, der muss sich über Spott und Hohn nicht wundern, sogar wenn die Leistung stimmt.

Wenn morgen um 19:40 das Licht in der Halle erlischt und die Spieler das Eis betreten, dann muss ALLEN bewusst sein, dass es um mehr als nur um drei Punkte geht. Zum einen geht es um Mullers Job, den sich zwar viele Fans bereits wegwünschen. Der aber höchstwahrscheinlich nicht der einzige Grund des ganzen Übels ist. Doch er ist als Trainer immer das schwächste Stück in der langen Fehlerkette, die irgendwo brechen muss und das ist nun halt Mullers Position. Keinesfalls aber ist er von Fehlern frei zu sprechen, was zum Beispiel ein Pascal Müller in der Defensive zeigt ist, gelinde gesagt, untauglich und gehört höchstens in die vierte Linie der zweiten Liga der Schweiz. In solchen Fällen ist Mut gefragt, welcher er bis jetzt noch nicht zum Vorschein gebracht hat. Ein junger, bissiger und talentierter Spieler aus dem Kader von GC würde den gesunden Konkurrenzkampf fördern und bei Mülllers aktueller Form kein Verlust darstellen!

Sollte morgen, entgegen allen Hoffnungen, erneut eine Niederlage resultieren, dürfte Mullers Stuhl entweder ganz oder zumindest beinahe zerbrechen. Der Schleudersitz ist quasi gebucht und die Journalisten würden morgen gieriger denn je in Mullers Garderobe treten mit den erneut gleichen Fragen, wie sie bereits zum Standard gehören. Natürlich zu Recht, denn bei einer Niederlage gegen Langnau ist kaum mehr mit einer Reaktion am Sonntag gegen die starken Davoser zu rechnen. Eine Entlassung am Montag würde somit beinahe erzwungen!

Zum Glück ist dieser Text noch im Konjunktiv geschrieben und hoffen wir auf eine Wiederholung der Saison 07/08, als Harold Kreis mit ebenfalls 10 Punkten aus 11 Spielen am Ende seines Mandates beim ZSC stand und dieser anschliessend in einem denkwürdigen Spiel Kloten mit 5:2 besiegte! Es war der erste Sieg in Richtung Meistertitel….