Mit dem Derby ins (entscheidende) Wochenende

8 Spiele, 7 Punkte, 3 Siege, 5 Niederlagen, 18 Tore erzielt, 23 Tore erhalten – dies die ernüchternden Zahlen zu den ersten Partien der Zürcher in der laufenden Saison. Das letzte Spiel ging am Dienstag gegen verloren. Zwar hatten die Zürcher schon schlechtere Leistungen abgeliefert, doch dies bringt bekanntlich auch keine Punkte.

Nun wird es höchste Zeit um eine Reaktion in Gang zu setzen. Dabei wäre eine Torhüterrochade definitiv der falsche Weg, denn dieses Mittel scheint, zumindest bei den Medien, ein relativ beliebtes Allzweckmittel zu sein und dennoch wäre es eine Lüge an sich selber. Nicht Flüeler, sondern Spieler wie Ambühl, Monnet, Seger, Pittis und wie sie alle heissen, haben ihr Soll nicht erfüllt! Diese haben nun Verantwortung zu übernehmen und Muller muss gefordert sein, endlich einmal einen Rhythmus und Ruhe in die Linien zu bringen, denn die ewigen Veränderungen in den Blöcken sorgen auch nicht gerade für Vertrauen und Sicherheit.

Ein Weg zurück zur Basis muss es werden. Die einfachen Dinge wie checken, kämpfen und schiessen müssen wieder in den Vordergrund rücken. Für spezielle Einzelaktionen und Schönheitspreise hat es bei dieser Ausgangslage keinen Platz. Der erste Schritt zurück auf diesen richtigen Weg können die Z Spieler morgen Abend im heimischen Hallenstadion, das hoffentlich gut gefüllt sein wird, tun. Keine Show oder kein grosser Sieg muss es werden und ist auch nicht gefordert, denn eine bissige, gewillte und aggressive Leistung würde zu einer eben solchen Stimmung unter den Fans führen und das wiederum könnte alle in der Halle beflügeln. Ganz so einfach ist es nicht, aber mit Einsatz und Herzblut lässt sich bekanntlich jeder Gegner schlagen. So auch morgen die Klotener und das kann das einzige Ziel sein der Mannschaft!

Ihr seid uns was schuldig! Zürcher SC!

Kloten – ZSC 2:1 (0:0, 2:1, 0:0)

“Derbysieg, Derbysieg, Derbysieg”, wurde von den Z Fans auf dem Marsch zwischen Bahnhof und Stadion skandiert. Dieser Sieg war ebenso nötig, wie auch ersehnt. Viele Niederlagen verträgt das aktuelle Nervenkostüm diverser Beteiligten nicht mehr, bis erste Reaktionen zu erwarten sind.

Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt und deshalb war auch gestern Abend ein Sieg gegen den Erzrivalen aus gefordert. Doch diese starteten stark und auf dem Eis war zu sehen, was sich in der Tabelle zeigte. Beim Heimteam funktionierten die Automatismen, auch die unmöglichsten Pässe fanden ihren Abnhemner und das Vertrauen ins eigene Können war deutlich zu sehen. Trotzdem konnte der Z mit einer kämpferisch guten Leistung das torlose Remis zur Pause bringen. Besonders Flüeler konnte sich einige Male grossartig auszeichnen und bereinigte einige heisse Szenen.

In der 25. Minute war dann aber auch Flüeler geschlagen, als Blum nach Pass von Santala zum 1:0 für das Heimteam traff. Bitter dieser Treffer, waren doch die Zürcher zumindest optisch besser ins Spiel gekommen. Doch einige Minuten später hatten die Zürcher die Möglichkeit in doppelter Überzahl zu spielen und Bärtschi verwertete dort einen Abpraller bei Rüeger. Der Schuss von der blauen Linie wurde von Murphy abgefeuert.

Der Z biss sich ins Spiel fest und konnte nun wacker gegen die Klotener aufspielen. Aber genau in dieser Phase traf Von Gunten nach einem Konter zum 2:1. Bitter! Eine Reaktion der Zürcher war gefragt und sie war zu sehen. Das Team kämpfte nun als Einheit und forcierte aggressives Pressing in der Klotener Zone. Die Folge davon waren einige gute Chancen für den Z, welche jedoch ungenutzt blieben. Als die Zürcher zur Schlussoffensive ansetzten wollten, schaffte es Reiber mit zum Teil fragwürdigen Entscheidungen das Spiel endgültig für Kloten in die entscheidenden Bahnen zu pfeiffen. So kassierte der Z in der 44., 45., 47., 54. und der 60. Minute jeweils mindestens eine Strafe. Natürlich kann so keine Aufholjagd erfolgen und die Derbyniederlage war bittere Realität….

Eine Steigerung der Mannschaft war zu sehen. In solch schwierigen Zeiten ist auch dieser Fortschritt zu vermerken und der nächste “Derbysieg, Derbysieg, Derbysieg” könnte bereits am Freitag folgen.

Der Z auf der Suche nach Form und Punkten

Das morgige Spiel gegen wird das erste Derby in der laufenden Saison sein und es hat bereits spezielle Vorzeichen auf beiden Seiten. Der Z befindet sich im Tabellenkeller und ist mit nur sieben Punkten aus sieben Partien auf dem 9. Platz und hat nach dem kleinen “Zwischenhoch” mit den Siegen gegen Ambri, Biel und Davos einen jähen Rückschlag gegen Genf erlitten!

Ganz anders die Klotener, welche an der Spitze direkt vor Zug liegen und nur gerade zwei Verlustpunkte aufzuweisen haben. Der Z wird also keinesfalls “leichtes” Spiel haben und dennoch ist auch für Kloten die Ausgangslage nicht ganz einfach. Diese haben am Samstag in Lugano den Clubrekord an gewonnen Spielen in Serie egalisiert, welcher Bestand hatte aus der Meistersaison 92/93. Nun kann dieser Rekord also geknackt werden, gegen den aktuellen ZSC ein leichtes Spiel, oder doch nicht!?

Beim Z hat es nach der bitteren Niederlage gegen Genf ordentlich geraschelt im Blätterwald. So wurde zum Beispiel Edgar Salis in diversen Interviews, angesprochen auf die Folgen dieser Leistungen in der Mannschaft, so zitiert: “In den kommenden Tagen wird es Einzelgespräche geben. Ich will wissen, wieso viele nicht bringen, was sie können.”. Mit der Aussage,:”Es kann eigentlich nur noch aufwärts gehen.” wird er ebenfalls recht behalten. Eigentlich kann es nur noch in eine Richtung gehen, ob das bereits morgen der Fall ist, werden wir sehen.

ZSC – Genf 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)

Wow – kaum eine Minute war gespielt, da traf Blaine Down bereits zum ersten Mal ins Netz der Genfer. Ein Start nach Mass und eine Grundlage auf welcher aufgebaut werden konnte. Auch in der Folge waren eher die Zürcher die bessere Mannschaft auf dem Eis und die Genfer kamen nur selten gefährlich vor dem Tor von Flüeler zum Abschluss. Soweit bis zur Pause alles in Ordnung für den Z!

Doch wieder, wie bereits gestern, verpassten sie es ein weiteres Tor nachzulegen und somit die Distanz zu erhöhen. Und irgendwann schlug – fast aus dem Nichts – eine Scheibe von Park hinter Flüeler ein. Allerdings hatten die Zürcher gleich in Überzahl die Chance den Führungstreffer wieder zu erarbeiten. Aus dem wurde aber nichts – im Gegenteil. Bezina schickte Park steil, die Z Verteidigung sah dem Geschehen gemütlich zu, und dieser verwertete das Eins gegen Eins souverän zum 2:1! Soche fatalen Abwehrfehler können in der aktuellen Verfassung Spiele entscheiden! So war es auch gestern, dass die Zürcher nicht mehr wirklich eine Reaktion zeigen konnten. Das 3:1 durch Toms war der Abschluss eines nachdenklich stimmenden Abends im Zürcher Hallenstadion.

Niederlagen sind immer bitter, aber wenn auf den Rängen die Ratlosigkeit der Spieler zu fühlen ist, dann muss dringend wieder mehr Hockey gespielt werden und etwas weniger überlegt und taktiert werden.

Interview mit :

Der Aufschwung muss gegen Servette bestätigt werden

Die erste Krise ist zumindest für den Moment ausgestanden! Das haben die Zürcher besonders Down, Ambühl und Flüeler zu verdanken, welche gestern wohl ihre besten Leistungen der aktuellen Saison zeigten. Aus drei Spielen resultierten drei Siege, dabei gewann der Z sieben von neun möglichen Punkten seit letztem Samstag gegen Ambri! Vom letzten auf den achten Platz, dem ersten Playoffplatz, verbesserte sich der Z in diesen sieben Tagen.

Alles war aber natürlich auch gestern nicht im grünen Bereich. So wurde gestern in der 50. Minute, sogar ein möglicher Gewinn von drei Punkten verschenkt. In dieser einen Minute sind mehrere katastrophale Abwehrfehler erfolgt. Somit geht es heute gegen Genf Servette im Hallenstadion um die Bestätigung der Aufwärtstendenz. Die Genfer mussten gestern eine bittere Niederlage gegen den SC Bern einstecken. Dies nach dem es bis in die 58. Minute noch 2:2 stand.

Es ist zu hoffen, dass die Zuschauerunterstützung am heutigen Abend etwas besser sein wird als am vergangenen Wochenende gegen Ambri Piotta mit 6100 Personen.

Auf geht’s – ZSC suscht gar nüt!!!!

HC Davos – ZSC 3:4 (1:2, 0:0, 2:1) nach Penaltyschiessen

Unglücklicher könnten die Zürcher in die Kampagne “erster Auswärtssieg” in der neuen Saison nicht starten. Wieser verwertete in der fünften Minute zum 1:0. Zwar spielten die Bündner bis dorthin nicht besser – aber effektiver. Eine Reaktion der Zürcher war erst gegen Ende des Drittels zu sehen, dann aber mit Erfolg. Bärtschi nutzte die erste kleine Strafe überhaupt am heutigen Abend zum Ausgleichstreffer in der 14. Minute. Kurz vor der Pause kam es sogar noch besser und Monnet brachte die Zürcher zum ersten Mal in dieser Saison auswärts in Führung!

Im Mittelabschnitt nahmen die Davoser einige Strafen zu viel in Kauf und hätten beinahe das dritte Tor kassiert. Der Z aber verpasste es in dieser Situation eine Vorentscheidung zu erzwingen. Damit ging der zweite Abschnitt torlos zu Ende – mit leichten Vorteilen für die Zürcher, die jedoch nicht in Tore umgemünzt werden konnten.

Was der Z im Mittelabschnitt vergab, das brachten die Davoser in der 50. Minute zu Stande, das 2:2 durch Bednar. Noch nicht vom Schock erholt, zappelte der Puck bereits wieder im Tor der Zürcher! Diesmal war es Bürgler, welcher Flüeler bezwingen konnte. Beinahe hätten die Zürcher eine erneute Saisonniederlage einstecken müssen. Allerdings hatte Down 39 Sekunden vor Schluss etwas gegen diese Niederlage einzuwenden. Er brachte die Zürcher mit dem 3:3 in die Verlängerung! In dieser gab es Chancen hüben wie drüben, doch es fielen keine Tore!

Nun musste das Penaltyschiessen entscheiden und dort waren es Down und Ambühl, welche für die Zürcher trafen. Dabei zeigte auch Flüeler, dass er im Shootout bestehen kann! Am Schluss brachte es der Z doch noch auf den ersten Auswärtssieg! Nun geht es morgen weiter gegen Genf Servette im eigenen Stadion.

Fortschritt? Stillstand? Oder Rückschritt?

Von den anfangs Saison angekündigten Meisterfavoriten: Bern, Genf, Davos und Zug, sind die Bündner das erfolgreichste Team der laufenden Spielzeit und stehen mit nur einem Punkt hinter auf dem zweiten Rang. Am vergangenen Dienstag zeigten die Davoser gegen Lugano eine starke Leistung, besonders Bednar (mit zwei Toren) zeigte sich in toller Verfassung.

Nun ja, die Zürcher hatten in Ihren letzten Spielen sowieso mehr mit sich selber als mit dem Gegner und dessen Qualitäten zu kämpfen. Aber natürlich werden die Davoser die defensiven Patzer konsequenter ausnützen als zum Biespiel Ambri oder Biel. Eine weitere Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft ist somit unumgänglich. Es könnten kurzfristig entscheidende Spiele werden gegen Davos heute auswärts und morgen gegen Genf zuhause. Mit zwei Niederlagen würde die Krisenstimmung zusätzlich verstärkt und der Druck auf die Mannschaft noch grösser. Das Gegenteil würden zwei Vollerfolge bedeuten. Damit könnte der Z bis auf Rang 6 oder 5 vorstossen und ziemlich viele Kritiker verstummen lassen.

Besonders gefordert sind die Teamstützen der vergangenen Saisons wie Seger, Pittis oder Monnet und natürlich auch die Neuen (Murphy, Westcott und Ambühl), welche alle zusammen eine Leistungssteigerung erbringen müssen. Aktuell zeigen die einzelnen Spieler noch überhaupt nicht jene Qualitäten, welche sie tatsächlich besitzen. Wir dürfen mit Spannung auf das kommende Wochende blicken!

ZSC suscht gar nüt!

Thierry Paterlini voraussichtlich 6 Wochen out

Stürmer hat sich gestern beim Spiel gegen den durch einen gegnerischen Schlittschuh eine Schnittverletzung am rechten Oberschenkel zugezogen. Dabei wurde eine Sehne eingeschnitten. Die Ärzte gehen davon aus, dass der 35 jährige Stürmer 6 Wochen pausieren muss.

Thierry Paterlini ist auf diese Saison hin von Rapperswil zum ZSC gestossen und hat in 5 Spielen 3 Punkte (2 Tore / 1 Assist) erzielt.

Quelle: ZSC

ZSC – EHC Biel 3:2 (0:0, 2:0, 0:2, 1:0) n.V.

Das heutige Spiel war durchaus von Bedeutung, denn die Zürcher mussten ihren Sieg gegen Ambri Piotta bestätigen. Ziel war es, die Punkteausbeute am heutigen Abend zu verdoppeln, was bei nur drei Punkten aus vier Begegnungen, nicht ganz einfach war. Im Startdrittel waren zwei fast ebenbürtige Mannschaften auf dem Eis. Allerdings hatte das Heimteam leichte spielerische Vorteile zu verzeichnen, scheiterte jedoch mehrmals aus guter Position an Reto Berra.

Erst in der 29. Minute was es Bühler, welcher das erste Tor in diesem Spiel schoss. Der Z führte somit 1:0. Natürlich beflügelte dieses Tor den Z und Berra, der Schlussmann von Biel, hatte so einges zu tun. Kurz vor Ende des Mitteldrittels hatten die Zürcher noch einen schönen Angriff und dieser verwertete Bühler nach einem schönen Pass durch die gegnerische Zone zum 2:0 Führungstreffer. Eigentlich war dieser Vorsprung im Hinblick auf das letzte Drittel beruhigend.

Doch Biel drückte ein letztes Mal aufs Tempo und kamen zu einigen grossen Chancen vor Flüeler, welcher diese allerdings alle vereitelten. In der 53. Minute fasste Monnet die zweite kleine Strafe aus Zürcher Sicht, ansonsten verhielten sich diese äusserst diszipliniert. Aber es war eine entscheidende Strafe, denn Fata konnte diese ausnützen und traf zum 2:1 nach nur sieben Sekunden Überzahl. Nun steigerte Biel den Druck erneut und der Z konnte kaum mehr befreien. Pfiffe waren in der Halle zu hören und als ein katastrophaler Abwehrfehler in der Schlussminute zum 2:2 Ausgleich führte, war die Wut auf den Rängen kaum mehr zu beschreiben. Der junge Lötscher verwertete den Fehler der Zürcher souverän und wurde somit zum Held der Bieler am heutigen Abend.

Eine Verlängerung musste die Entscheidung bringen. In dieser kam der ZSC zu einer Powerplaysituation, welche Pittis ausnützte. Oder doch nicht? Gefühlte Stunden betrachtete der Head Schiedsrichter diese Szene und entschied anschliessend auf TOR für den Z! Also doch – zumindest auf dem Papier war es für die Zürcher ein Sieg. Dieser hätte allerdings nie derart knapp ausfallen dürfen. Dies bemerkte auch Colin Muller nach dem Spiel. Der Trainer war zwar mit den ersten 50 Minuten zufrieden, den Schluss allerdings mochte er schnellstmöglich vergessen.

Auch aus der Verletzungsfront gibt es für die Zürcher Anhänger nicht unbedingt positive News: Wichser scheint angeschlagen zu sein, was zumindest eine Begründung für dessen schlechte Leistungen sein mag und Paterlini erlitt eine Schnittwunde unterhalb des Knies.

Nach dem Spiel konnten wir mit über die eigene Leistung und jene der Mannschaft am heutigen Abend sprechen.