EV Zug – ZSC 1:6 (0:2, 1:2, 0:2)

Der ZSC hat sich heute auf eine eindrückliche Art und Weise zurück gemeldet. Der Abgang des Teams war heute bezeichnend für das ganze Spiel. Die Spieler verliessen zielstrebig und mit dem Wissen, eigentlich noch nichts erreicht zu haben, das Eisfeld. Allerdings hätten sie heute genügend Grund gehabt um sich feiern zu lassen. Als Alston auf der Strafbank sass, schnappte sich Seger in der Mittelzone den Puck und brachte diesen herrlich in die Mitte zu Monnet. Dieser traf bereits nach sechs Minuten zum Führungstreffer. Es war nicht ein anderes Zug auf dem Eis als noch vor zwei Tagen, aber ein Gegner der deutlich härtere Gegenwehr aufbrachte. In der 16. Minute kochte die Fankurve der Zürcher zum zweiten Mal. Der Grund war Krutovs grossartiges Solo gegen drei Zuger mit dem erfolgreichen Abschluss.

Es folgte die erste Pause, welche augenscheinlich dem Heimteam einen leichten Aufschwung brachte. Allerdings konnte Gardner in diese Druckphase einen Konter erfolgreich zum Drei-Tore-Vorsprung verwerten. Geschockt von diesem Tor mussten die Zuger anschliessend eine weitere Strafe hinnehmen. Aus der Strafe resultierte nur ein Gegentreffer für die Zürcher. Dem heute müde wirkenden Holden wurde in der Spielhälfte zu viel freies Eis überlassen. Der Anschlusstreffer war die Konsequenz davon, doch es lief noch immer die selbe Strafe gegen Brunner, als Bärtschi nur 33 Sekunden später zum vorentscheidenden 4:1 traf. Um die Zuger Herrlichkeit für den heutigen Abend war es vorbei – die Provokationen und Sticheleien fanden vermehrt Platz im Zuger Spiel.

Doch die Zürcher setzten ihren Weg fort und wurden durch Down (48. Minute) und Seger (55. Minute) mit den Toren fünf und sechs belohnt. Als es das Heimteam mit den Provokationen übertrieb, war es Sven Ryser zu viel und er schnappte sich den Zuger Wesley Snell und versetzte ihm eine ordentliche Ladung an Schlägen. Kurz vor Schluss riss Snells Nervenkostüm erneut, doch auch diesmal wurde er durch einen Zürcher, diesmal Bastl, in die Schranken gewiesen. Auch hier ein Sieg des Z!

Der Z zeigte heute eine starke Reaktion und gewann nicht nur das fünfte Spiel, sondern auch den Glauben an sich und den möglichen Sieg in der Serie zurück. Einen kräftigen Teil trugen die Fans dazu bei, denn die Stimmung war teilweise ausgezeichnet in der Hertihalle. Dennoch ist keine übermässige Euphorie zu verbreiten, denn der Sieg heute ist mit einer Niederlage am Samstag wertlos….