Die drei entscheidenden Faktoren

Am Dienstag wird der ZSC ohne übermässiges Vertrauen der Fans in die Playoffs starten. Die letzten Leistungen der Zürcher waren zu bescheiden um die Fans in Euphorie zu verleiten.  Die Olympia Pause hat allgemein den Schwung der Meisterschaft abrupt gebremst und es wird wichtig sein im ersten Viertelfinalspiel sofort an Leistungen aus der Startphase der Saison anzuknüpfen. Die Zürcher haben sich für den Playoffgegner Zug „entschieden“ –  eine sicher berechenbarere Variante, die aber durch Holden, Brunner und Markannen nicht minder schwach zu bewerten ist. Warum aber das Abenteuer Playoff für den ZSC trotzdem erfolgreich verlaufen kann…

… Der Wille wird ein entscheidender Faktor sein. Nur jenes Team, welches nach 50 Qualifikationsspielen und einer langen Nationalmannschaftspause bereit ist noch einen Gang höher zu schalten und seine eigenen Grenzen zu überwinden, wird fähig sein in den Kampf um den Titel einzugreifen. Der Spieler muss sich als Einzelner in den Hintergrund stellen und seine Interessen im Sinne der Mannschaft zurückstellen. Nicht die Mannschaft, die am schönsten spielt oder jene die am schnellsten kombiniert wird den Titel gewinnen. Diejenige Mannschaft, die ihre individuellen Fehler am besten durch den Einsatz der Mannschaft kompensieren kann.

… Die Härte wird über die gesamten Serien ein sehr wichtiger Faktor sein. Wer vor seinem Gegner abbremst und diesen nicht körperlich durch einen Check einschüchtert, der wird in diesen Playoffs nicht weit kommen. Bestes Vorzeigematerial wurde mit dem Spiel Kanada – USA im Final der Olympischen Spiele geliefert. Ein ebenso nicht unrelevanter Punkt wird die Verteidigung des eigenen Torhüter, des eigenen Reviers, sein. Hier darf keine Zweifel darüber offen gelassen werden, wer in dieser Zone der Chef auf Platz ist. Ansonsten werden die Stürmer konsequent auf die „freien“ Scheiben nach den Schüssen gehen und irgendwann erfolgreich sein. Ein hart angegangener Gegner wird es sich beim nächsten mal zweimal überlegen, diese Scheibe wieder anzugreifen.

… Die Fans werden es am Schluss ausmachen. Sobald der Funken zwischen Spieler und Mannschaft gesprungen ist, kann ein Team in einen „Rausch“ geraten und die Meisterschaft für sich entscheiden. Es braucht dieses Extra zwischen Spieler und Fans, das z.B. 2008 bei unserer Meistersaison entstand. Wir sind also ebenso gefordert wie die Spieler auf dem Eis.

Die Qualifikation ist Vergangenheit und die Chancen für alle Mannschaften wieder die Gleichen. Die Paarungen sind brisant: Bern – Lugano, Genf – Fribourg, Davos – Kloten und unsere Begegnung. Keine Mannschaft wird „gratis“ in die zweite Runde kommen. Das ist unsere Chance, auch dieses Jahr von einem der hinteren Plätze wieder nach vorne zu stossen. Eine Stärke der Zürcher ist es, im entscheidenden Moment besser zu sein als der Gegner. Dieses Wissen und die obenstehenden drei Punkte lassen uns weiterhin die Chance auf einen erneuten Meistertitel…

Nun geht es endlich los. Wir sind heiss und es wird Zeit, die schönsten Momente des Jahres zu erleben. Für jeden Hockeyfan schlägt das Herz während der Playoffzeit etwa höher. Bereits am nächsten Dienstag geht es in Zug los – ZSC suscht gar nüt!!!!

2 Gedanken zu „Die drei entscheidenden Faktoren

  1. Quote:
    allg. blabla
    —————

    bin i de einzig wo es muster erkennt? 😀

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