Aktion: 50 Spiel sind 6 zuviel

Die Sektion Uruguay hat in Zusammenarbeit mit der C11 für das letzte Spiel einen Flyer entworfen, in der auf die Problematik der Kommerzialisierung des Schweizer Eishockeys hingewiesen wird. In erster Linie werden die letzten Partien der Qualifikation ohne Fahnen und Doppelhalter besucht, der akkustische Support sollte natürlich nicht darunter leiden (Zitat Flyer:“Für uns ist es an der Zeit ein Zeichen zu setzen. Die letzten sechs Spiele der Regular Season verzichten wir auf den Einsatz unserer Fahnen und Doppelhalter. An dieser Aktion beteiligen sich Fangruppierungen verschiedener Vereine.)

Die Wirkung der Aktion wurde auch durch mehrere Banner im Stadion gestärkt, diese wurden in der 30. Minute der Partie zwischen dem SCB und Zürich aufgezogen. Genau die gleichen Transparente wurden heute im Spiel gegen Ambri im Zürcher Hallenstadion hinter dem Tor befestigt. Damit die Aktion zumindest ihre verdiente Beachtung erhält, wird diese von mehreren Fangruppierungen aus der ganzen Schweiz durchgezogen. Denn die Fans sind einer der wichtigsten Teile im Stadion. Dies wird auch im verteilten Papier klar erwähnt (Zitat: Wir sind das Herz dieses Sports. Ohne uns wäre der Sport nichts, denn die kommerzielle Maschinerie funktioniert nur, wenn es jemanden gibt, der dafür bezahlt und das sind die Sportbegeisterten.)

10 Gedanken zu „Aktion: 50 Spiel sind 6 zuviel

  1. Sorry, finde es leider nötig, dass die Liga so viele Spiele wie möglich spielt. Braucht eine gewisse Intensität um International mithalten zu können. Kann ja die Liga auch auf 14 Mannschaften aufstocken. Oder sich mit der KHL oder der DEL zusammenschliessen.

  2. der ZSC wurde europameister, so schlecht kann die schweizer liga nicht sein und die 6 zusätzlichen wirken sich jetzt auch nicht wahnsinnig auf die intensität aus. muss man im eishockey international überhaupt mithalten können? momentan gibt es ja keine internationale wettbewerbe.

    die liga mit der KHL oder DEL zusammenzuführen wäre vollkommener schwachsinn. die vereine hätten sehr viel höhere kosten und den fans wäre es de facto nicht mehr möglich an jedes spiel mitzureisen. damit entfernst du den sport noch weiter von den fans und machst ihn so längerfristig kaputt. und komm mir nicht mit den USA, das hat mit dem sport, wie ich ihn verstehe nichts mehr zu tun.

    weshalb hat der fussball so viel mehr fans und lässt sich dementsprechend auch besser vermarkten?

  3. die 6 zusatzspiele verteilen sich über 6 monate, das merken die spieler vermutlich kaum. ausserdem pausieren diese ligen zwischen weihnachten und neujahr nicht –> weitere 2-3 spiele. die zusatzrunden haben nur einen finanziellen hintergrund und sind sportlich nicht erklärbar! rappi ist mit uns, daffos und kloten in einer gruppe, lugano hingegen mit ambri, langnau und zug, soviel zum thema strichkampf… des weiteren werden die derbys abgewertet, besonders wenn die teams in den playoffs noch einmal aufeinenader treffen (im extremfall sind bis ende viertelfinal 13 von 57 spielen gegen den selben gegner!). ausserdem lassen sich die zusatzrunden nicht mit divisionen anderer ligen vergleichen, da sie dort aufgrund grosser distanzen eingeführt wurden.
    „Oder sich mit der KHL oder der DEL zusammenschliessen.“ <– der award für bullshit des jahres wird 2010 schon im februar vergeben!

  4. frage an die SU und C11: werden in den playoffs wieder fahnen und DH’s an die Spiele mitgenommen?

  5. Wenn Ihr schon die Derbys erwähnt, kann man wohl von den Spielen z.B. gegen Kloten nicht mehr wirklich von Derbys sprechen. Ist heute leider eher ein Drauerspiel im vergleich noch vor 10 – 20 Jahren als die Halle dabei regelmässig ausverkauft war und die Tickets auf dem Schwarzmarkt heiss begehrt waren. Ich denke da würden auch nur zwei Doppelrunden nichts ändern.
    Zweitens: Sind die Spiele gegen die Russen, Tschechen oder Finnen und später gegen die Amis nicht Berauschend gewesen! Muss das eigentlich die Ausnahme sein?
    Oder habt Ihr schon solche Spiele gegen Langnau, Rappi oder Biel erlebt?
    Hätten der Z oder auch z.B. Bern nicht mehr Potential? Oder soll der „Z“ Entwicklungshilfe betreiben gegenüber Provinzklubs wie Rappi und Langnau usw, und auf derem Niveau stagnieren. Wir können aber auch die Regulärsaison abschaffen und gleich zu den Playoffs übergehen damit intensivere und bessere Spiele sehen werden.

  6. Warum die Liga nicht auf 20 Manschaften aufstocken? zweimal 19 = 38, genügend Spiele, dazu ein 1/8 Final in den Playoffs :), das heisst im Worstcase nur 42 Spiele, im besten Fall 38 + (4*7) = 66

  7. Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es auch zu viele Spiele – aber im Eishockey generell, nicht nur spezifisch in der Schweizer Quali-Runde. Auch jedes Jahr eine WM ist sehr viel – das mindert den Wert jedes einzelnen Spiels. Gäbe es weniger Spiele, würden sich die Fans wohl auf jedes einzelne mehr freuen, und dann wären die Hallen auch jeweils rappellvoll. Momentan sagen sich viele: Kein Problem, wenn ich ein Spiel (oder sogar ein Derby) verpasse, bald kommt ja das nächste… 😉

  8. @Suermel, auch meine Meinung. Eine Aufstockung würde der Liga sicher gut tun. Ebenfalls könnte man die Weltmeisterschaft, so wie Olympia (Sommer/Winter) organisieren. Wenn Sommerolympia = WM, wenn Winterolympia = Olympia, dann wären sicher bei jeder WM die NHL-Stars dabei.

  9. 20 teams? die nla ist jetzt schon am limit mit vernünftigen spielern! wenn man das niveau hoch halten will, sollte man auf 11 (=40 spiele) oder gar 10 teams reduzieren. wobei es schade wäre, wenn die „diversität“ der gegner abnimmt…
    dass die derbys nicht ausverkauft sind, liegt wohl eher am hallenstadion, denn die auswärtsspiele sind immer ausverkauft! ich bin für internationales hockey (aber nur auf clubebene,nati=wayne), jedoch nicht innerhalb der liga, das schöne an der nla bzw. der schweiz ist, dass es möglich ist praktisch immer dabei zu sein, ein zusammenschluss mit der del (deren niveau ich deutlich unter dem der nla ansetze) würde das zerstören!
    wenn schon grosser umschwung, wieso dann nicht direkt auf 10 teams reduzieren, ein schweizer cup im rahmen der nla und nlb einführen (damit abwechslung aufkommt, ein spiel z.b. gegen visp wäre durchaus eine abwechslung) plus noch die champions hockey league auf europäischem niveau? die anzahl spiele dürften so in etwa gleich bleiben… das wären in meiner rechung 36 ligaspiel, etwa 5 cupspiele (für das international engagierte team noch ein paar mehr). diese variante würde die stadien vermutlich auch wieder besser füllen!

  10. @central: ja, die protestaktion ist unsererseits auf die 6 letzten spiele der qualiffikation beschränkt.
    @energywolf: natürlich haben die derby nicht mehr die brisanz wie noch in den 90er-jahren. das hat aber auch viel mit der entwicklung der fanszene beim zsc zu tun. ein grosser teil davon wurde mit der fusion zerstört. die fusion wurde erst aufgrund der kommerzialisierung des sports nötig. ähnliche schritte würden nötig, wenn sich das eishockey nach deinem gusto entwickeln würde (zusammenlegung mit DEL/KHL). natürlich waren die CHL-Spiele berauschend. aber warst du in magnitogorsk? ich meinerseits wäre nicht bereit für ein normales qualispiel einen solchen aufwand auf mich zu nehmen, abgesehen davon, dass ich das auch niemals finanzieren könnte. die folge davon wäre also, dass ich ein grosser teil der spiele im tv anschauen müsste – diese entwicklung entspricht mir grundsätzlich nicht. abgesehen davon, dass es für die vereine momentan nie und nimmer finanzierbar wäre.

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