Der mangelnde Einsatz und das fehlende Vertrauen

Kaum einem ist die schlechte Leistung von Ryan  Gardner in den letzten Tagen und Wochen entgangen. Der 196 Zentimeter grosse Hühne ist eigentlich für seine Torgefährlichkeit bekannt und trifft normalerweise regelmässig. Nun allerdings liegt sein letzter Torerfolg beinahe zwei Monate und 16 Spiele zurück, damals zuhause gegen den EV Zug am 19. 11. Eine sehr lange Zeit für einen Spieler wie Gardner, der sich normalerweise an mehr Tore gewöhnt ist, seit er beim ZSC spielt. Doch das schlimmste ist die fehlende Motivation, die immer wieder durch unmotivierte und unnötig langsame Wechsel zum Vorschein kommt. Logischerweise bestreitet Ryan diese Aussagen, aber der Zuschauer beurteilt nach dem subjektiven Empfinden und dies spricht eine klare Sprache.

Doch Gardner ist nicht das einzige „Problemkind“ in der Mannschaft der Zürcher. Auch Krutov kann nicht mehr an seine kämpferischen Leistungen von vergangenen Jahren anknüpfen. Schon lange wird er nicht mehr so frenetisch von den Fans gefeiert wie zu Beginn seines Engagements. Dazu gibt es momentan auch keinerlei Gründe, denn der Russe brachte es gerade einmal auf fünf Punkte in 24 Spielen in der laufenden Saison. Vor einigen Spielen wurde er sogar für eine Partie aus dem Kader verbannt, um einen Lernprozess auszulösen. Dieser fruchtete aber nur sehr bedingt.

Allerdings die gesamte Verantwortung auf diese beiden abzuwälzen für die schlechten Leistungen in den letzten Wochen und Monaten wäre zu einfach. Das gesamte Kader scheint momentan nicht perfekt zu harmonieren, wie dies noch zu Beginn der Saison am Victorias Cup der Fall war. Die Zürcher haben jetzt noch einige Wochen bis zur Olympiapause und danach werden die Karten noch einmal neu gemischt und es fängt eine quasi neue Saison an – für alle. Hoffentlich auch für Gardner und Krutov!!!

2 Gedanken zu „Der mangelnde Einsatz und das fehlende Vertrauen

  1. Hallo Z Fans. Wie vielleicht einige wissen bin ich Ambri Fan und ganz sicher auch grosser Eishockey Fan.
    Erlaubt mir dennoch eine Frage zu stellen: Fehlendes Vertrauen? Die Mannschaft hat sensationelle Siege gefeiert,
    die auch eben wirkliche Eishockey Fans begeistert hat.
    Das ein Champions League, sowie Viktoria Cup Sieger mangelndes Vertrauen in sich
    zu haben scheint erstaunt mich und ist schwer nachvollziehbar.
    Leider werden wir nicht die Playoffs erreichen, aber nicht desto trotz wünsche ich euch
    viel Glück.

  2. Hallo Teefax

    Es sind meistens genau diese Siege und grossartigen Erlebnissen die im nachhinein eine Vertrauensschwäche bewirken. Wenn du Roger Federer als Beispiel nimmst, der hat das Tennis jahrelang dominiert, hat eine einmalige Klasse, aber sobald das Vertrauen nicht stimmt geht es schlechter. Da ist zum Beispiel das Jahr 2008 als er die Weltranglistenspitze abgeben musste, da fehlte im das Vertrauen nur dank dem „Federer-Effekt“ und dem enorm grossen Respekt konnte er sich als Weltnummer 2 halten.

    Nun ist das Vertrauen grösstenteils wieder zurück und Federer führt und dominiert die Tennisgeschichte, zumindest letztes Jahr wieder an. Was das neue Jahr brint ist noch offen. Genau gleich ist es bei uns, wir haben grossartige Siege mit dem CHL Titel und dem Victorias Cup Titel gefeiert und einige Spieler, das ist übrigens völlig normal, haben sich wohl als die Besten und für unschlagbar gehalten. Dem ist natürlich überhaupt nich so und dann verlieren wir zwei-drei Spiele und das Vertrauen ist fast komplett weg.

    Gruess Sven

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