ZSC – HC Lugano 5:2 (2:2, 0:0, 3:0)

Einen grossartigen Start in das neue Jahr erwischten die Zürcher, dies durch den Treffer von Wichser in der 2. Minute nach einem Schuss von Bärtschi. Danach konnten die Tessiner aber sofort zurückschlagen und vermochten durch Kamber auszugleichen. Das Spiel beruhigte sich etwas und das dritte Tor fiel erst in der 15. Minute. Diesmal wieder für den ZSC durch eine schöne Aktion und wiederum von Bärtschi und dem erfolgreichen Abschluss von Bastl. Kurz vor der Pause konnte noch einmal Kamber ausgleichen. Der ehemalige ZSC Spieler erwischte Sulander unglücklich zwischen den Beinen.

Das zweite Drittel brachte keine weiteren Tore. Dies obwohl die Zürcher teilweise drückend überlegen waren und Lugano phasenweise an die Wand gespielt wurde. Im letzten Drittel war es Bärtschi persönlich, der sich um die Treffer drei und vier der Zürcher kümmerte. Damit führte das Heimteam nach 54. Minuten mit 4:2 und war auf optimalem Weg zum dritten Erfolg in Serie. Doch Lugano konnte noch einmal zur „Schlussoffensive“ starten und ersetzte für diese Aebischer durch einen sechsten Feldspieler. Allerdings war diese Massnahme kontraproduktiv und das erste Tor ohne Beteiligung von Bärtschi fiel in der 59. Minute durch Trudel. Die Partie war nun definitiv entschieden und der eindeutige Matchwinner am heutigen Abend heisst Bärtschi.

Morgen folgt nun das interessante Duell gegen den HC Davos. Die Zürcher können dort ihren Aufwärtstrend bestätigen.

Nach dem Spiel konnte der ZSC Blog mit Andri Stoffel sprechen.

Andri Stoffel, ein 5:2 Sieg gegen Lugano, ein optimaler Start ins 2010?
Ja, kann man eigentlich so sagen. Wir haben uns die drei Punkte geholt und sind zufrieden, denn nach einer Pause ist es nicht immer so einfach, wieder ins Spiel zu finden. Wir hatten zu Beginn noch etwas Mühe, doch je länger das Spiel dauerte, konnten wir unsere Stärken zeigen.

Was war nach dem 1:0 und dem 2:1 los? Die Konzentration war nicht richtig vorhanden.
Das kann ich nicht genau sagen. Dies gibt es einfach in solchen Spielen, dass man kurz nach einem Tor auch eines kassiert. Beide Teams starteten sehr offensiv und so kam es auch zu vier Toren in den ersten 20 Minuten. Danach konnten wir diese Fehler abstellen und mit einer soliden Defensive spielen.

Cyrill Bühler kam nach einer Verletzung zurück und hatte nach ca. 15 Minuten eine Auseinandersetzung mit einem Luganesi. Werden solche Szenen in der Pause besprochen?
Nein, dies ist eigentlich kein Thema.

Wie hat Andri Stoffel Weihnachten und Neujahr verbracht?
Ich habe die Festtage mit der Familie verbracht. Viel Zeit hatten wir nicht, da das Training auch wieder wartete. Ich konnte mich erholen und habe gut gegessen.

Sean Simpson war in Davos über die Festtage und konnte nicht mit euch trainieren. Ist das Training bei Colin Muller anderst, oder konnte er schon ein bisschen für nächste Saison üben?
Ja es war kein grosser Nachteil für uns. Letztes Jahr war Sean auch nicht bei uns und es hat gut geklappt. Das Training ist nicht sehr anders. Klar hat jeder Trainer seine Eigenheiten aber wir konnten gut trainierten unter Simpson wie auch mit Colin Muller.

Der Entscheid mit Colin Muller als Coach für nächste Saison fiel nach Weihnachten. Wie erfährt das Team diesen Entscheid?
Wir erfuhren dies am selben Tag wie die Medien, vielleicht einfach zwei bis drei Stunden vorher. Wir erhielten ein SMS am Morgen vor dem Training. Am Nachmittag war die Mitteilung dann bei den Medien.

Vor Weihnachten hattet ihr eine Krise, aber das Selbstvertrauen ist langsam wieder da?
Es war wichtig, dass wir vor Weihnachten noch zwei Spiele gewinnen konnten, obwohl sie nicht einfach waren. Dann konnten wir gut trainieren und starteten demzufolge gut ins 2010.

Zum Schluss noch ein Wort zu Lorenz Kienzle. Er stand sehr viel auf dem Eis, wie beurteilst du seine Leistung?
Im Moment erhält er sehr viel Verantwortung und nimmt diese sehr gut wahr und zeigt gute Spiele.

Danke Andri Stoffel für das Interview und morgen viel Glück in Davos.