Das verrückte Jahr 2009 des ZSC

Zwischen Neujahr, Champions League Titel und frühem Playoff Out
Als das Eishockeyjahr am 2. Januar 09 mit einer 2:5 Niederlage (gegen Lugano) für den ZSC begann, da war sich keiner bewusst wie emotional und erfolgreich dieses Jahr noch werden würde.  Der ZSC qualifizierte sich am 7. Januar für die Halbfinals der neugegründeten Champions Hockey League gegen die Espoo Blues mit 4:1. Es war aber auch die Zeit der Neustrukturierung. So überliess Peter Iten seinen Job als Sportchef dem ehemaligen ZSC Spieler Edgar Salis. Das Rückspiel um den Champions League Titel fand am 28. Januar in Rapperswil statt, da das Zürcher Hallenstadion bereits reserviert war. Dies hinderte die beflügelten Zürcher aber nicht daran den russischen Top Club Magnitogorsk gleich mit 5:0 nach Hause zu schicken. Bereits das Hinspiel hatten die Zürcher positiv gestaltet und lagen bis wenige Sekunden vor Schluss noch mit 2:1 in Führung (Endergebnis: 2:2). Damit waren die Zürcher auf dem Höhepunkt ihrer Geschichte angekommen.

Dass es nicht einfach wird in den Ligabetrieb zurück zu kehren, das war wohl allen klar. Doch dass es am Schluss mit einem frühen Playoff-Aus endete, damit rechneten noch weniger. Die Zürcher verloren ihre Serie mit 4:0 gegen den HC Fribourg Gottern, der besonders zu Beginn der Serie stärker und williger war, alles zu geben und zu kämpfen. Es machte fast den Anschein, als seien die Zürcher etwas zu überheblich in diese Viertelfinalserie gestartet. Es war auf jedenfall ein bitteres Erwachen und dies nach dem grossartigen Triumph auf internationaler Ebene.

Neuzuzüge und einige Testspiele
Das klare Ziel war es, kontinuierlich weiter zu arbeiten und möglichst das Team nur punktuell zu verstärken. Es sollte keine grossen Rotationen mehr geben und so war der einzig nennenswerte Zuzug jener von Patrick Bärtschi vom SCB. Zudem sollte vermehrt auf die Jungen gesetzt werden und so wollte man ebenfalls Lukas Flüeler mehr Eiszeit geben. Dies wurde bereits in der Pre-Saison-Spielen bemerkbar, doch der Erfolg blieb noch aus und die Zürcher verloren die meisten ihrer Testspiele. Der alljährliche Red Bull Salute Cup musste der ZSC sogar mit drei Niederlagen in Serie verlassen und dem damit verbundenen letzten Platz.

Ein Traumstart mit einem grossartigen Bonuserfolg
Zwar starteten die Zürcher etwas verkrampft in die Saison und verloren das Auftaktspiel gegen den HCD mit 3:5. Danach folgte aber ein deutlicher Steigerungslauf, der im November auf dem Spitzenplatz der NLA endete. Da war der ZSC zum Teil mit bis zu sieben Verlustpunkten den Gegnern entwischt. Eine Niederlagenserie Ende November, die sich bis in den Dezember zog brachte aber alle beteiligten wieder auf den Boden zurück. Wahrscheinlich war es der richtige Moment um wieder einmal in die Realität zurück geholt zu werden. Denn nach dem grössten Triumph einer Schweizer Clubmannschaft am 29.9, dem 2:1 Sieg über die Chicago Blackhawks im Victorias Cup, konnte wohl der eine oder andere nicht wirklich begreifen was da passierte. Die Zürcher waren damit die erste Schweizer Clubmannschaft, die einen NHL Vertreter zu bezwingen vermochte. Als „Rahmen“-Spiel des Victorias Cup trat der HC Davos in einem Freundschaftsspiel gegen die Chicago Blackhawks an und wurde mit 9:2 geschlagen.

Damit das Jahr dennoch einen versöhnlichen Abschluss nahm für die Zürcher, waren die beiden Siege gegen den SCB und Langanu kurz vor Weihnachten besorgt. Es endete damit ein grossartiges und unvergessliches Jahr für den ZSC und seine Anhänger…

Auf ein Neues im nächsten Jahr – „ZSC suscht gar nüt!!!“

Euer ZSC-Blog Team wünscht euch „en Guete Rutsch und en guete Start is neue Jahr“.