Über eine Krise, die vielleicht zur rechten Zeit kommt

Die Fans des Zürcher SC haben zurzeit keinen einfachen Stand. Der dritte Platz nach 33 Qualifikationsspielen verrät nur die Hälfte der Wahrheit. Zwar starteten die Zürcher mit enorm viel Schwung und lagen teilweise bis sieben Verlustpunkte vor der Konkurrenz.  Es waren Vielen nicht bewusst, dass eine solche Serie irgendwann auch endet. Die ZSC Fans waren in Phasen nach dem Sieg im Victorias Cup und Siegen gegen Bern, Davos und so weiter zu verwöhnt. Sogar schlechte Spiele wurden zum Teil noch gewonnen und damit auch die Hoffnung auf einen Durchmarsch gefördert. Aber irgendwann kommt der Knick, respektive der Einbruch nach solch einer Siegesserie. Spätestens aber in den Playoffs, wenn alle Teams zu 100% bereit sind, ausser dem Team, welches durch die Qualifikation marschiert ist und nie ernsthaft gefordert wurde. Ein Team, das nie Gegendruck während der Qualifikation verspührt, wird ziemlich sicher keinen Titel gewinnen. In den Playoffs ist in diesem Fall das Team auf dem achten Platz wohl besser als der Qualifikationssieger während der Quali.

Denn in den Playoffs zählt nicht nur die Technik und das Können, dann zählt hauptsächlich Kampf und Wille um den Titel. Nur wer bereit ist über 12 Siege zu gehen und dabei sämtliche Gegner zu überstehen ist dem Titel würdig. Nicht das beste, sondern das ausdauernste und hartnäckigste Team gewinnt auch dieses Jahr den Titel.  Der ZSC hat in den letzten Spielen diese Ausdauer und Hartnäckigkeit vermissen lassen und wurde damit bereits heuer bestraft. Dies ist zwar angesichts der Möglichkeiten, die in diesem Kader stecken, schlecht, aber für die Playoffs durchaus positiv. Nun müssen die Einzelspieler ihre eigene Verantwortung mehr wahrnehmen und so wieder zu einem Team finden – Damit in Zürich dieses Jahr nicht bereits nach der ersten Serie Lichterlöschen ist.