Der ZSC spielte gegen Davos mit der Chance aus seinem Tief zu finden und zurück auf die Siegerstrasse zu kommen. Eine kurze Stärkephase der Zürcher zu Beginn des Startdrittels wurde mit dem Tor von Jan von Arx jäh zerstört. Danach war ein verunsicherter und eingeschüchterter ZSC am Werk, der es nicht schaffte die Davoser Flügel in den Griff zu bekommen. Es war einem soliden Sulander und der Torumrandung zu verdanken, dass der ZSC zur Pause nur mit 1:0 in Rückstand lag.

Heute waren Altorfer und Pienitz zum ersten Mal und Kienzle zum dritten Mal im Kader des A-Teams des ZSC. Dabei wurde Krutov geschont. Dieser scheint gemäss Aussagen des Sportchefs den Ernst der Lage nicht realisiert zu haben und benötigt deshalb eine “Auszeit”. Die drei Jungen dagegen machten ihre Arbeit äusserst gut und ansprechend.

Zurück im Mitteldrittel wurde der ZSC zunehmend mehr unter Druck gesetzt und es war eher entgegen dem Spielverlauf, dass Kostovic in der 34. Minute zum Ausgleich traf. Damit war die Partie wieder offen und der ZSC lief auf zu einer Leistungssteigerung, die nach nur acht Sekunden im Schlussabschnitt mit dem 2:1 Führungstreffer durch Sejna belohnt wurde.

Somit war aber die Druckphase der Zürcher wieder vorbei und Davos startete bereits früh zur Schlussoffensive. Diese war nach 50. Minuten erfolgreich und mit einem individuellen Fehler in der Defensive von Schnyder, hatte Marha keine Mühe mehr zum 2:2 zu treffen. Ein wiederum verunsichertes Team wurde in der 56. Minute mit dem 3:2 durch Reto von Arx im Powerplay bestraft, der alleine vor Sulander zum Slapshot kam. Die Niederlage Nummer 5 in Spiel 6 war damit besiegelt und die Zürcher rutschen damit in ein richtiges Winterloch.

Nach Aussagen von Dario Kostovic war das 10:5 gegen Fribourg noch immer zu präsent in den Köpfen und der Einbruch im Schlussabschnit eine Folge davon. Die Zürcher waren heute zwar deutlich knapper an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt als noch am Samstag, doch für dies gibt es bekanntlich auch keine Punkte. Ein ausführliches Interview mit Dario Kostovic seht ihr unten.

Der ZSC Blog konnte kurz nach dem Spiel mit Dario Kostovic sprechen.

Hallo Dario, danke dass Du Dir Zeit genommen hast. Was sagte der Trainer kurz nach dem Match in der Garderobe?
Wir sollten uns auf diesen Match konzentrieren und nicht mehr an den letzten denken. Ebenso sollten wir wütend sein, dass wir den letzten verloren haben und uns auf diesen fokussieren.

Sean Simpson war auf die letzte Niederlage sicher mehr sauer, als auf jene von heute? Heute gegen Davos wart ihr immer dran.
Ja wir möchten eigentlich nicht mehr so weit nach hinten schauen, aber vor dem eigenen Publikum zu verlieren tut natürlich mehr weh als auswärts.

Es war wie ein Auf und Ab in diesem Spiel und Du hast ein Tor beigesteuert. Weshalb hat es aber nicht gereicht?
Wir starteten gut ins letzte Drittel und konnten sogar in Führung gehen. Davos nahm sein Timeout und so wie es aussah nützte es ihnen sehr viel.

Wir glauben es lag mehr an diesem Fehler in der Abwehr, der euch verunsicherte, statt am Timeout von Davos.
Ja es war ein Fehler von uns, aber Davos hatte viele Chancen und konnte mehr Druck aufs Tor ausüben als wir und irgendwann fiel einfach dieses Tor. Wir versuchten alles, leider reichte es heute nicht zum Sieg.

Du hattest einen guten Einstand hier in Zürich auch wenn die letzen Spiele nicht sehr erfolgreich verliefen. Was gefällt Dir hier in Zürich?
Es ist für mich ein neues Umfeld, in dem ich mich sehr wohl fühle. IHier in Zürich bin ichaufgewachsen und da fühle ich mich mehr zuhause. Die Mannschaft ist tiptop, jetzt müssen wir einfach zusammen einen Weg aus dieser Serie finden.

Wie siehst Du die Einbindung der jungen Spieler von GCK im Team? Heute hatten sie viel Eiszeit.
Ich muss ihnen ein Kompliment machen, da sie nur ein Training mit uns hatten und sich sehr gut zurechtfanden. Zudem brachten sie Schwung ins Team und hatten auch Chancen um ein Tor zu erzielen. Ich hoffe dass es so weitergeht.

Vielen Dank Dario Kostovic und weiterhin viel Erfolg mit dem ZSC.

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