EV Zug – ZSC 6:4 (2:2, 2:2, 2:0)

Keine Verschnaufpause für den ZSC nach den zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende. Pittis war nach seiner kleinen Verletzung wieder mit von der Partie, dafür war heute Peter Sejna überzählig. Ein schnelles Tor für die Zürcher würde dem Selbstvertrauen sehr gut tun. Patrik Bärtschi versuchte sein Glück nach nur 19 Sekunden und bezwang den 19-jährigen Ersatztorhüter der Zuger zum 1:0. Die Einheimischen kamen aber immer besser ins Spiel und konnten nach acht Minuten zum 1:1 durch Camichel ausgleichen. Nach Chancen auf beiden Seiten war es der Zürcher Topscorer Jan Alston auf Pass von Seger, der den Vorsprung, mit einem Slapshot von der blauen Linie, wieder herstellte. Doch die Zuger wollten nicht mit einem Rückstand in die Pause und konnten den Puck zum erneuten Ausgleich einschieben, als der ZSC die Scheibe nicht aus dem Drittel brachte.

Im zweiten Abschnitt waren es die Zuger, welche nach 15 Sekunden das erste Mal in Führung gehen konnten. Danach war es aber nicht der Z‘, der mehr Druck machte und den Ausgleich suchte, sondern die Einheimischen, welche weiter nach vorne spielten. Als dann Alston in der 35. Minute das 3:3 im Powerplay erzielte, war alles wieder offen. Danach hatte aber Schiri Reiber einige Szenen überhaupt nicht mehr im Griff! Der Zuger Rüfenacht griff Pittis an, der eine 2-Minutenstrafe erhielt und Rüfenacht eine 2+10. Nur gerade eine Minute später kam es zu weiteren Auseinandersetzungen. Bei dieser Szene war Alain Reist der Täter und erhielt eine 2+2+10 Strafe. Der Zuger lediglich eine 2′-Strafe. Bei beiden Szenen waren aber die „Opfer“ nur Zuschauer. So konnten die Zuger 4 Minuten im Powerplay spielen. Doch es war der ZSC mit einem schönen Konter, welchen Bastl in der 39. Minute  zur 4:3 Führung für Zürich verwertete. Noch in der gleichen Minute konnte Zug im Powerplay zum erneuten Ausgleich einschieben. Kurz vor der 2. Pause noch ein Foul an Schnyder und somit eine weitere Strafe für Zug. Zusätzlich gab es für Seger und Camichel je eine 10′-Disziplinar-Strafe, so dass beide Spieler die Welt nicht mehr verstanden.

Im letzten Abschnitt beruhigten sich dann die Gemüter wieder ein wenig. Die Strafen, welche Reiber aus dem Spiel aussprach waren wohl berechtigt, jedoch diejenigen, welche er in den Unterbrüchen gab (10’), gaben zu reden. Doch in Zug wurde auch noch Eishockey gespielt. Als der ZSC eine doppelte Überzahl hatte, konnten die Zuger jedoch alle Chancen zu Nichte machen. Wenig später bot sich den Zentralschweizern die Möglichkeit im Powerplay zu kombinieren. Sie stellten sich jedoch ähnlich ungeschickt an wie der ZSC nur kurz vorher. Doch irgendwie gelang es ihnen mit viel Glück, 3 Sekunden vor Ablauf der Strafe zum 5. Zuger Tor. Der ZSC musste reagieren, wollte er nicht zum dritten Mal in Serie als Verlierer vom Feld gehen. 1:36 vor Schluss nahm Sean Simpson sein Timeout und Sulo aus dem Tor. Die Zuger trafen mit ihrem zweiten Konter das leere Tor 29 Sekunden vor Schluss zur 6:4 Führung.

Ein sehr spannendes Spiel endet somit mit einem glücklichen 6:4 für Zug. Die Partie hätte auch in die Verlängerung oder ins Penaltyschiessen gehen können oder die Zürcher hätten die 3 Punkte erobert. Der Sieg war jedoch nicht unverdient, da die Einheimischen offensiv, wie auch defensiv gutes Hockey spielten.