Auswärtsreisebericht von Renato Löschhorn

Besten Dank an unseren freien Autor Renato Löschhorn für den Auswärtsreisebericht über die Extrafahrt nach Ambri:

Über die Auswärtsfahrt nach Ambri gibt es eigentlich immer etwas zu berichten. Oft hört es sich z.B. so an: 1 Car, 30 Fans, kaum einer sieht ein Tor aufgrund der miesen Sichtverhältnisse, Schneeballschlacht nach dem Matchende…

Nicht so letzten Samstag!

 

Den Startschuss dazu war der vom DRZ (Danke!) organisierte Extrazug. Auch hier muss erwähnt werden: eine Neuheit im Eishockey! Genau dieser Extrazug füllte sich bis um 17:26 Uhr mit 400 ZSC Anhängern. Endlich war es so weit, der Zug rollte los! Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, die Mannschaft hätte ein perfektes Spiel abliefern müssen, um in besserer Erinnerung zu bleiben als die Fahrt an sich! Der Lärmpegel erreichte während der Anreise nur ein einziges Mal fast den Nullpunkt, nämlich durch das Lesen des Informationsblattes über die Fahrt. Schon unglaublich, gib den Fans etwas zu lesen, schon sind sie ruhig! Wer weiss, vielleicht steht die nächste Reise ganz unter dem Motto: Bildung statt Bier… Jedenfalls war es eine kurze Fahrt, zumindest im Vergleich zu einer Carfahrt an einem Dienstag mit 20-30 Personen. Den meisten war dies wohl kaum bewusst, denn Ambri war für viele Neuland! Kurz nach 19 Uhr erreichte der Zug den Bahnhof Ambri-Piotta. Der Weg vom Bahnhof zum Stadion war dann wohl für gar alle Neuland. Auch wenn es nur wenige Meter Fussweg waren liess die Zürcher Invasion das Dorf erzittern. Vor dem Stadion lieferten sich die Fans beider Seiten kurze Wortgefechte und ein paar Gegenstände flogen durch die Luft. Der erste Dämpfer am Abend war die Eingangskontrolle, die schlichtweg zu langsam arbeitete. So verpassten einige die Choreo und den Matchstart.

 

Trotz des miesen Auftritts der Mannschaft brach die Stimmung nie komplett ein. Im Gegenteil, verglichen mit der Stimmung bei einem Rückstand im Hallenstadion war das Projekt „Heimspiel in Ambri“ ein voller Erfolg. So gut gefüllt ist der Gästesektor wohl nur bei Derby’s!

 

Was sich nach dem Match abspielte ist relativ schnell erzählt:

Es gab eine mehrheitlich ereignislose Wartezeit bis der Zug zum Einsteigen bereit stand. Einige schienen beim Einsteigen verwirrt, da die Komposition des Zuges bei der Rückfahrt genau anders rum war. Schon bald zeigte sich auch wieder der einzige Nachteil des Extrazuges: zu viele Personen mit hohem Bierkonsum für die wenigen WC’s.

In Brunnen klopfte noch eine Gruppe mit Steinen am Zug an, es stiegen auch sogleich ein paar Fans nach dem Ziehen der Notbremse aus und stürmten los, ganz nach dem Motto: „Wer anklopft, bekommt auch Antwort“. Die anderen entschieden sich dann für „Fersengeld geben“ statt „Antwort bekommen“.

Bis Zürich HB wurde noch gefestet und gefeiert. Alles in allem ein wunderbarer Abend, an welchen wir uns noch lange erinnern werden, vorausgesetzt der Alkohol liess einem Erinnerungen übrig…

 

Morgen erfahrt ihr noch mehr über den Ausgang und das Feedback zur Fahrt.

Euer ZSCblog.ch – Team