ZSC – SCL Tigers 4:2 (0:0, 0:2, 4:0)

Eishockey ist ein schneller Sport! Dies wurde heute wieder einmal unter Beweis gestellt. Die Zürcher kehrten einen 2:0 Rückstand innert wenigen Minuten zu einem 4:2 Sieg.

Das Spiel wurde von den Zürchern von der ersten Minute an dominiert. Daraus entstanden einige gute Torszenen, die jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führten. Dass es aber zum Schluss des ersten Drittels immer noch torlos stand war ein Verdienst von Benjamin Conz, dem neuen Langnauer Torhüter aus Genf.

Im Mittelabschnitt das gleiche Bild: Die Zürcher am Drücker, doch die Langnauer mit dem ersten Tor durch Fabian Sutter in der 21. Minute. Zwar folgte eine Reaktion der Zürcher, doch diese wollte auch nicht zum Ausgleichstreffer reichen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels war es Brooks, der die Langnauer 2:0 in Führung schoss. Damit waren die Zürcher auf dem Tiefpunkt und die Stimmung im Stadion am Nullpunkt angelangt. Nach dem gestrigen Kantersieg liess heute nur die spielerische Überlegenheit auf einen Sieg der Zürcher hoffen.

Es schien fast so als hätte Sean Simpson in der zweiten Pause die richtigen Worte gefunden. Zwar nicht stärker aber um einiges effizienter traten die Zürcher auf, das 2:1 in der 42. Minute war die erste Konsequenz davon. Nur wenige Sekunden später konnte Seger sogar ausgleichen und so die Stimmung im Stadion wieder deutlich wenden. Eine kurze Zwischenphase ohne Tor wurde durch Alstons Treffer in der 49. Minute beendet. Damit waren die Zürcher erstmals in dieser Partie in Front. Langnau war zwar noch einmal fähig eine Schlussoffensive zu erzwingen, doch zu mehr als einigen gefährlichen Aktionen reichte es am Schluss nicht mehr. Der Schlusspunkt vor 7209 Fans setzte Thibaut Monnet (60. Minute ins leere Tor).

Nach diesem Sieg dürfen sich die Zürcher bis am Freitag ausruhen, ehe das Spiel gegen das schwächelnde Davos ansteht.

Interview mit Colin Muller nach dem Spiel:

Was habt ihr der Mannschaft in der zweiten Pause erzählt? Die Mannschaft kam um einiges effizienter und zielorientert aufs Eis zurück?
Wir haben gut begonnen, viel Druck auf das gegnerische Tor gemacht. Doch die Tore wollten nicht fallen und so hat sich bei uns einiger Frust aufgebaut. Wir haben gesagt, dass wir noch einmal alles geben müssen, denn mit dieser Niederlage würde das Wochenende zu einem schlechten Wochenende werden. Dann fällt ein Tor und das zweite und das dritte kommt damit. Die Jungs haben echt alles gegeben im Schlussabschnitt.

Brauchte es demfall nicht viele Worte in der zweiten Pause?
Nein nein, wir haben viel erzählt, die Zuschauer haben mehr verdient als dies. Nach den letzten zwei Heimniederlagen gegen Rapperswil und Bern waren wir nicht glücklich.

Was müsst ihr im Spiel gegen Davos noch ändern?
Gegen Davos müssen wir noch mehr mental und taktisch bereit sein. Gegen Langnau müssen wir mehr im Kopf bereit sein für harte Arbeit. Gegen Davos wird ein mentalers und taktischeres Spiel werden.

Deine persönliche Situation ist auch nicht ganz einfach. Sean Simpson verlässt den ZSC per Ende Saison. Was sind deine Ziele?
Momentan arbeite ich beim ZSC, denn ich mag die Mannschaft sehr und die Organisation. Aktuell sind noch keine Angebote da. Ich bin froh, dass ich hier arbeiten darf. Aber was in Zukunft kommt weiss ich noch nicht, ich nehme Tag für Tag.

Zum Schluss: Was war heute los mit Ari Sulander. Warum genau hat er nicht gespielt?
Er ist nach dem Warm-Up zu uns gekommen und hat uns über eine Muskelzerrung informiert. Da wir kein Risiko eingehen wollten, stellten wir Lukas Flüeler anstelle von ihm auf. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an ihn.

Damit steht Sulo am Freitag wieder zur Verfügung?
Das können wir aktuell noch nicht beantworten, wir wissen erst morgen mehr über seinen Zustand.

Danke Colin Muller und ein schönes Wochenende.