ZSC – SC Bern 3:4 (0:0, 2:1, 1:2) n.V.

Der ZSC empfing heute in einem Sonntagsspiel den Leader SCB. Es machte den Anschein als sei der SCB gestern etwas zu lange im Nachtleben verschwunden, denn der ZSC konnte die ersten Spielminuten nach Belieben dominieren. Allerdings war es auch ein starker und solider Auftritt des Gastgebers. Bis zur 9. Minute dauerte es, ehe der SCB zum ersten gefährlichen Schuss auf Lukas Flüeler kam. Die Zürcher traten heute nur mit 3 Verteidigungslinien an, da das Partnerteam GCK Lions ebenfalls einen Match zu bestreiten hatte.

Im ersten Drittel geschah aber nichts, was es verdient hätte auf der Anzeigetafel zu erscheinen. Es benötigte ein Powerplay für die Zürcher und einen Abpraller via Bande, der direkt vor Bärtschi und dem leeren Tor wieder auftauchte. Damit hatte der Ex-Berner keine Mühe und eröffnete damit das Skore. Danach war es Bartecko, der zum 1:1 traf – bei nummerischer Gleichzahl in der 30. Minute. Das letzte Tor im Mitteldrittel fiel durch den ZSC und zwar in der 32. Minute durch Suchy. Diesmal wieder im Powerplay, denn der ZSC war heute enorm effizient in Überzahl.

Der Schlussabschnitt sorgte bis zur 55. Minute für kein allzu grosses Aufsehen. Die Zürcher schienen den SCB zu kontrollieren, waren allerdings nicht gewollt zu dominieren. Das wird meistens bestraft auf dieser Stufe und so auch im heutigen Spiel. Der Konter, lanciert durch Martin Plüss, wurde von Rüthemann herrlich verwandelt zum Ausgleichstreffer. Doch der ZSC reagierte prompt. Besser gesagt, brachte der SCB das Kunstück fertig (nach einem schönen Querpass von Geering), das 3:2 ins eigene Netz zu erzielen. Nur wenige Sekunden später, folgte dann allerdings der erneute Ausgleich durch Gamache. Es musste also in die Verlängerung gehen. Diese war beinahe zu Ende, als es wieder Rüthemann war, der sein eigenes Tor kopierte und damit das Siegestor erzielte.

8409 Fans sahen im Zürcher Hallenstadion einen guten Auftritt des Heimteams, der allerdings mit einem schlechten Resultat belohnt wurde. Lange können sich die Zürcher allerdings nicht mit dieser Niederlage aufhalten. Das See-Derby gegen Rapperswil am Dienstag steht auf dem Programm.

Interview mit Mathias Seeger kurz nach dem Spiel:

Hallo Mathias Seger, das Spiel ist eben erst zu Ende. Danke, dass du dir Zeit genommen hast. Das Spiel habt ihr eigentlich 50. Minuten lang im Griff gehabt, was fehlte am Schluss?

Das stimmt. Wir haben das Spiel grösstenteils kontrolliert und auch dominiert. Allerdings haben wir am Schluss deutlich nachgelassen und so einen deutlichen Sieg verpasst. Wir wurden schlicht zu passiv hinten.

Ihr seid Bern überlegen über die gesamte Spiellänge, das Resultat eigentlich immer zu Gunsten des ZSC. Zweimal war es Rüthemann mit dem genau gleichen Tor, was war da los hinten?

Ja er traf zweimal die Scheibe perfekt, das Glück hat er vielleicht einmal in dieser Saison. Die zwei Tore waren sehr ärgerlich und es war eine Folge unserer Passivität.

Heute wart ihr nur mit drei Verteidigungslinien im Stadion. Das war aber nicht der ausschlaggebende Grund für die letzten Minuten?

Nein, das ist nicht der Grund, die Spieler die heute da waren haben ihren Job gut gemacht. Klar fehlten uns zwei Spieler um ein komplettes Kader zu stellen. Das ist allerdings keine Entschuldigung.

Am Dienstag Rapperswil zuhause: Ihr müsst euer Spiel durchziehen und über  60. Minuten das Spiel machen?

Es wird kein einfaches Spiel. Sie sind in den letzten Partien im Aufwind und wir müssen 100% über die gesamte Distanz leisten. Die Liga ist sehr ausgeglichen und deshalb ist es wichtig am Dienstag zu reagieren.

Besten Dank Mathias Seger und viel Glück am Dienstag.