Rückblick auf das zweite Halbjahr 2008

Der Saisonauftakt

Furios war der Start der Zürcher in die Saison 1 nach dem Titel nicht gerade. Aus den ersten möglichen 12 Punkten erreichte der Z gerade einmal deren 5. Der unnötige Penaltysieg zum Auftakt war ebenso vermeidbar wie die Niederlage gegen Davos im vierten Meisterschaftsspiel. Im zweiten Spiel der Qualifikation zeigte Bern bereits wieder wie stark es sein könnte. Der SCB besiegte den Z mit 5:2. Die drei Siege in Serie gegen Fribourg, Davos und Ambri gaben dem Team aber das Vertrauen, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Nach einer knappen Niederlage gegen Lugano bezwangen die Zürcher in Serie: Rapperswil, Bern, Biel (zweimal) und Langnau, ehe der Z wieder verlor, diesmal war es eine schmerzliche 3:4-Niederlage gegen den Erzrivalen aus dem Kanton.

In dieser Startphase zeigten auch die neuen Spieler meist eine gute Leistung. Bereits voll integriert war Oliver Kamber, der einige sehenswerte Tore vorbereitete, sowie Lukas Flüeler der bereits in zwei, drei Einsätzen seine Klasse zeigen durfte. Noch nicht in Fahrt waren Jean-Guy Trudel und Cyrill Bühler. Natürlich standen da die üblichen „Verdächtigen“ im Programm: Sejna, Gardner, Sulander und wie sie alle heissen. Sie zeigten keinen „Meisterkater“ und brachten den Z so bereits früh Richtung Tabellenspitze.

Der kurze Durchhänger mit darauf folgender Siegesserie

Nach der Niederlage im Derby musste der Z gegen den Finalgegner eine eher unfaire Niederlage einstecken. Nach dem Ausfall des Headschiedsrichters manipulierte er an den beiden unerfahrenen Linienrichtern und diese liessen sich zu einigen unnötige Strafen gegen den Z drängen. Die Reaktion liess nicht lange auf sich warten. Zug, Fribourg und Ambri wurden in Serie bezwungen. Danach folgte das wohl schlechteste Spiel der Saison, die empfindliche 7:2 Niederlage im Tessin gegen Lugano. Fast im Alleingang demontierten Thoresen und Nummelin die Zürcher.

Doch auch das ging scheinbar spurlos am Team vorbei. Weitere Siege gegen Rapperswil, Langnau (n.P.), Biel (n.P.), Fribourg (n.V.) und vor allem gegen Kloten liessen diese Schmach spurlos vergessen. Es folgte die Revanche gegen Genf und weitere Siege gegen Ambri, Bern (zweimal), Kloten, Zug, Fribourg, Langnau und zum Schluss noch einmal Ambri.

Der zweite Platz ist dem Z damit zu Weihnachten beschert worden. Es steht zwar noch ein Spiel in Genf an, aber die Zürcher sind auf gutem Weg diesen Platz zu verteidigen.

Die Champions Hockey League

Ohne grosse Kredite und sicher ohne Vertrauen stieg man in das „Abenteuer“ CHL. Mit dem 7:2-Auswärtssieg in Linköping vermochten die Zürcher aber einen langanhaltenden Gongschlag zu setzen. In der Schweiz war dieser Erfolg zwar noch als Eintagsfliege abgetan worden, doch spätestens nach der knappen Niederlage im Penaltyschiessen gegen Prag wussten vor allem die Gegner wie Ernst der Z zu nehmen ist. Während dessen erging es dem anderen Schweizer Vertreter, dem SCB um einiges schlechter. Er verlor drei seiner vier Vorrunden-Spiele und schied damit aus.

Der Z dagegen reagierte und gewann auch das Heimspiel gegen Linköping. Damit konnte er aus eigener Kraft in die Halbfinals vorstossen. Es musste also zum Schlagerspiel kommen um den Einzug. Zwar war Prag um einiges stärker als der Z, aber die Zürcher verteidigten sich äusserst geschickt und wurden am Schluss mit einem 5:1-Sieg und dem Halbfinal-Einzug belohnt.

Nun steht der Halbfinal an und die Zürcher haben sich im Heimspiel in Rapperswil eine gute Voraussetzung für das Rückspiel erarbeitet und 6:3 gewonnen.