Finale oho, Finale oho – der ZSC im Playoffinal

Der Kessel war am sieden, die Zürcher am gewinnen, das Hallenstadion stand Kopf, als die letzte Sirene in dieser Serie erklang. Nicht das es am Schluss noch sonderlich viel Spannung da gewesen wäre, der Sieg stand bereits einige Minuten zuvor fest. Die Fans standen bereits am Rande des Eisfeldes und bejubelten ihre Mannschaft frenetisch. Auf einmal schienen die alten Zeiten wieder zurück und so manch einer der Fans fühlte sich wie in einem Film. Plötzliche stampften die Fans wieder und das Stadion erzitterte bis in den 1. Rang.

Vor dem Match aber wagten nur wenige über einen möglichen Final gegen Genf zu sprechen, der Respekt vor dem Davosser Kampfeswille zu gross in den Fans. Diese Angst war nicht ganz unbegründet, wenn ein Team diese Serie noch gedreht hätte, wäre es wohl der HCD gewesen. Zum Glück blieb es beim Konjunktiv und die Angst sollte sich als unnötig herausstellen.

Bereits früh im gestrigen Spiel war es Jan Alston, der eine Möglichkeit vergab, dabei aber Genoni zum ersten Mal prüfte. Es folgten Minuten in denen die Spielanteile ausgeglichen waren mit leichten Vorteilen für den ZSC. Erst in der 10. Minute aber als sich der erste Block der Zürcher in der gegnerischen Zone festsetzen konnte, erreichte ein Zuspiel von Sejna, den freistehenden Ryan Gardner und dieser traf genau das Lattenkreuz. Keine Chance für den jungen Torhüter aus Davos, dieser Schuss war zu platziert.

Auch im weiteren Verlauf des ersten Drittels waren es die Zürcher, die etwas mehr vom Spiel hatten. Weitere Treffer fielen aber nicht mehr und so endete das Drittel mit 1:0. Die Stimmung auf den Tribünen war weiterhin sehr angespannt und nervös. Ein 2:0 hätte wohl die Nerven der Anhänger beruhigt.

Doch genau das Gegenteil sollte eintreffen. Als Lukas Grauwiler in der 25. Minute eine Strafe absass, war es Taticek mit einem Pass durch die gesamte Box auf Ambühl, dieser mit einem schönen Slapshot in die Maschen. Der Treffer verlieh den Bündnern zusätzlich Energie und Wille, was der Nervosität auf den Rängen nicht gerade gut bekam. Da war das 2:1 durch Alston wie eine Erlösung und die Masse bebte. Nach einem relativ harmlosen Schuss von Domenico Pittis, waren zwei Verteidiger nicht fähig die Scheibe aus dem Slot zu befördern und Alston hatte keine Mühe von diesem Fauxpas zu erben. Kaum war der Fokus der Fans wieder auf dem Spielgeschehen wanderte mit Blatter ein Davoser auf die Strafbank. Exakt 19 Sekunden nach dem Start dieser Strafe war sie auch schon wieder vorbei Verteidiger Beat Forster war es, der mit einem Schlenzer zum 3:1 einschoss.

Davos nun sichtlich überfordert und angeschlagen, die Zeit der Bündner als Schweizermeister schien gezählt. Einen weiteren Beweis dafür lieferte 95 Sekunden später Peter Sejna mit dem 4:1. Er spekulierte nach einem Bully in der neutralen Zone richtig und ergatterte sich den Puck und zog den letzten Verteidiger, der noch zwischen ihm und dem Torhüter stand auf sich und erzielte über die Schultern hinweg von Genoni das 4:1. Der dabei gar nicht gut aussah und diesen Treffer durchaus auf seine Kappe nehmen muss.

Danach reihten sich noch einige hochkarätige Chancen für die Zürcher aneinander, doch allesamt wurden sie zum Teil klägliche vergeben. Aber wer soll es den Spielern beim Stand von 4:1 übel nehmen? Sicherlich hätten einige weitere Treffer den Stimmungspegel weiter erhöht, doch irgendwann ist es verständlich das die Konzentration bei den Abschlüssen nicht mehr 100% da ist. Trotzdem fiel in der 38. Minute noch das 5:1 und die damit definitiv verbundene Vorentscheidung. Monnet verwertete eine 3 gegen 2 Situation nach einem geschickt verzögerten Pass von Alston. So war der Gang in die Pause für die Spieler der einen Mannschaft wohl ein sehr angenehmer, die Fans dankten ihnen das Drittel mit einem tosenden Applaus.

Der Schlussabschnitt ist eigentlich nicht zu beschreiben, die Stimmung war zu gewaltig und die Emotionen die sich lösten auch. Tore fielen im Schlussabschnitt keine mehr, doch das war auch gar nicht mehr von Nöten. Die Fans feierten sich und die Spieler, diese hatten das auch redlich verdient.

Danach war Schluss und der Finaleinzug in festen Händen!!!

Auf geht’s in den Final!