Juraj Kolnik bis Ende Saison beim ZSC

Wie der ZSC heute informierte, werde mindestens bis Ende Saison beim ZSC bleiben. Damit wurde der Forderung der Fanumfrage, bei welcher 66% für einen Vertrag bis Ende Saison voteten, nachgekommen.

Der Slowake, welcher die letzten beiden Saisons bei Dynamo Moskau unter Vertrag stand, wurde am vergangenen Dienstag gegen Biel zum ersten Mal beim ZSC eingesetzt. Zuvor absolvierte er zwei Partien mit GCK, wo er aber, wie auch am vergangenen Dienstag in Biel, noch ohne Punkte blieb.

Ob Kolnik nächstens einen altbekannten Passeur zur Seite erhält – – ist dagegen noch offen. Die Rapperswiler möchten den Center auch in den Playouts für sich beanspruchen. Doch möglicherweise wäre ein Duo Kolnik-Wichser eine gefährliche Waffe im Hinblick auf die Playoffs.

 

EHC Biel – ZSC 2:5 (0:1, 1:1, 1:3)

Zum ersten Mal lief heute für den Z auf – er trug die Nummer 16. Und dies hatten noch nicht einmal alle Z Fans realisiert als die Scheibe bereits im Tor von Reto Berra lag. Murphy’s Geschoss lenkte Tambellini unhaltbar hinter die Linie ab. 16 Sekunden waren gespielt!!! Der restliche Teil des Startdrittels verlief ausgeglichen, mit nur wenigen Chancen. Zürich war aber bemüht, Härte und Kampf in die Partie zu bringen.

Zu Beginn des Mittelabschnitts aber übernahmen die Bieler den Lead und wurden prompt mit dem Ausgleich belohnt. Flüeler liess sich durch einen Schuss von Spylo in der 25. Minute bezwingen. Und die typische Achterbahnfahrt der Zürcher ging weiter. Immerhin legte der Z wieder vor. Diesmal bediente Schommer Cunti mustergültig und dieser fand die Lücke fünf Minuten vor der zweiten Pause. Es folgten weitere Chancen für das Team von Hartley, jedoch ohne zählbares Ergebnis. Mehr Erfolg brachte da die Fan-Aktion: “Bier für die Welt”, welche in der Mitte des zweiten Drittels durchgeführt wurde!

Kaum auf dem Feld für das dritte Drittel kassierten die Zürcher Tor Nummer 2! Nach einem Gestocher vor Füeler entschied der Head auf Tor und änderte dies auch nach Begutachtung des Videos nicht. Jedoch hatte der Z die Wichtigkeit der Begegnung realisiert und so erzielte Pittis im Powerplay das erneute Führungstor. Nun brachen alle Dämme und das vierte und fünfte Tor folgte umgehend. Kenins und dann Schäppi waren für die beiden Tore zuständig. Es war die ersehnte Erlösung – dementsprechend gut war die Stimmung bei den Fans…

Dennoch gehört “Mac”, dem Spender der zweiten “Bier für die Welt Runde”, einen grossen Dank ausgesprochen.

Wichtig, wichtig und noch einmal WICHTIG war dieser Erfolg!!!!!

Chance Nummer 2 gegen Biel!

Beinahe wäre die Berner-Woche zum totalen Debakel avanciert, aber der Last-Minute-Sieg gegen Langnau bewahrte die Zürcher vorderhand davon. Und mit einem Biel, welches am Wochenende möglicherweise seinen Torhüter Reto Berra verletzungsbedingt verlor, endet für den ZSC diese Woche. Ob Berra gegen Zürich spielen kann wird nach dem Einlaufen entschieden.

Vor genau einer Woche verlor Hartley’s Team gegen die Seeländer zuhause mit 5:2 und das obwohl dem damaligen Spiel ein ungemein wichtiger Stellenwert zugesprochen wurde. Weil aber die Berner-Woche nicht wie gewünscht verlief, verkommt die morgige Begegnung zum Schicksalsspiel! Sechs oder Null Punkte Vorsprung auf Biel – so simpel ist die Rechnung.

Neben dem Direktduell gegen Biel darf aber Platz neun – der HC Genf Servette – nicht aus den Augen verloren werden. Das Team von McSorley sammelte gleich fünf Punkte am Wochenende und positionierte damit seine Ambitionen auf einen Playoffplatz.

Die aktuelle Situation ist nicht zum Spassen. Auch nicht für gewisse Neuzuzüge auf diese Saison hin wie das Beispiel nach der 5:2-Niederlage gegen Biel! Eine weitere Niederlage ist nicht verkraft- und schon gar nicht erklärbar.

Den Tiefpunkt erreicht?

Am Schluss stand der ZSC als Sieger fest und ohne das Spiel gesehen zu haben, könnte man meinen, der ZSC hätte eine fulminante Aufholjagd auf dem Eis demonstriert. Aber es waren die Spielminuten 10 bis 47, welche ein ungutes Gefühl in mir auslösen.

Auf dem Boden der Realität gelandet. Der ZSC muss zurzeit unten durch!

Auf dem Boden der Realität gelandet. Der ZSC muss zurzeit unten durch!

Da war er wieder, der ZSC der nervös ist, kaum einen Pass bringt und vor den Toren das totale Nervenflattern hat. Es war auch gestern nicht so, dass die Zürcher weniger Chancen hatten, aber sie waren zu inkonstant und vergaben ihre Chancen teilweise kläglich. Warum kann nach einem 1:0 beim ZSC nie ein 2:0 und vielleicht sogar ein 3:0 folgen? Das ein Tor im Hockey eigentlich kein Tor ist, weiss jeder Spieler oder sollte es spätestens nach dieser Saison erfahren haben.

Entsprechend war auch die Stimmung auf den Rängen. Es war beängstigend ruhig und nur selten hallte ein Fangesang durch das grosse Rund. Warum auch? Das was auf dem Eis gezeigt wird, regt nicht gerade zum aktiven Mitmachen auf. Das weiss auch Bob Hartley und so brachte er es in den Katakomben auf den Punkt: “Die Fans sind der Spiegel unseres Spiels. Jene Fans die heute gepfiffen haben oder ruhig waren, unterstützen uns wieder wenn wir Leistung zeigen. Über die Fans und die Halle müssen wir nicht diskutieren – es liegt an uns”.

Der Kanadier erwähnte aber auch, dass es kein Patentrezept gegen die aktuelle Situation gibt. “Ich kann nicht mit allem unzufrieden sein, die Spieler erarbeiten sich immer wieder Chancen und solange diese vorhanden sind, hast Du die Möglichkeit auf ein Tor”, führte Hartley seine Erklärung zum gestrigem Spiel fort und wirkte gefasst, aber nicht gerade optimistisch.

Und was ist nun das Fazit? Der ZSC verliert und verliert und zwar sowohl die Spiele wie auch die Gunst des Publikums. Zum Glück ist es im Sport einfach wie auch hart: Gewinnt der ZSC und wird er ein vernünftiges Playoff spielen, dann kann das verlorene Interesse innert Wochen wieder zurückkehren. Die Lösung für den aktuellen Zustand liegt also auf dem Eis!

ZSC – SC Langnau 4:3 n.P. (1:1 0:2, 2:0, 1:0)

Ufff, das war knapp!!! Gerade noch einmal konnte der ZSC dieses Spiel zu seinen Gunsten wenden und so die vierte Niederlage in Serie verhindern. Dies dank zwei Toren von Seger im letzten Drittel.

Aber alles von Anfang an. Die Zürcher gelangten mit dem bestmöglichen Start in diesen Abend, denn Down benötigte nur sechs Minuten bis zum ersten Tor! Aber anstatt einen weiteren Treffer zu verbuchen, kassierten sie den Ausgleichstreffer. Popovic war in der 16. Minute der Torschütze. Zumindest eine der beiden Strafen, welche zu diesem Zeitpunkt liefen, war eher fragwürdiger Natur.

Das zweite Drittel entwickelte sich dann zum Desaster! Kaum ein Pass kam an und hinten waren die Zürcher extrem anfällig. Auch Lukas Flüeler erwischte erneut keinen grossen Abend. Alle diese Komponenten führten zum 1:2 und 1:3 im Mittelabschnitt.

Mit Pfiffen begleitet, kamen die Zürcher zurück auf das Eisfeld, und es änderte sich noch nichts. Zürich beschämend schwach! Aber es folgte der grosse Auftritt von Mathias Seger. Zuerst in der 47. Minute bedient von Bastl und in der 54. Minute angespielt von Schommer, wendete der Captain das Spiel quasi alleine.

Und plötzlich spielte der Z noch etwas Eishockey, blieb aber sowohl in den letzten Minuten, wie auch in der Verlängerung ohne Torerfolg! Im Penaltyschiessen zeigten sich die Zürcher dank den Toren von Ambühl und Monnet aber erfolgreich.

Es war kein glorreicher Abend, aber er brachte zwei Punkte ein!

Blain Down schiesst aufs Tor - Leider kein Treffer! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Blain Down schiesst aufs Tor - Leider kein Treffer! Foto: Dominik Hew/zscblog.ch

Weitere Bilder immer in der Gallery: http://www.zscblog.ch/gallery/fotos-saison-1112/

Trifft er oder trifft er nicht?

Niederlage gegen Biel, Niederlage gegen Bern und jetzt? Fakt ist: Mit den drei Niederlagen in Serie fiel der Z nach Verlustpunkten hinter den und hat sich die Chance noch etwas gegen oben zu erreichen, verspielt.

Also geht es jetzt wieder um das Minimalziel – die Playoffqualifikation. Es ist nicht so, dass der ZSC keine Möglichkeiten hat, sondern er hat vor dem Tor ein Problem und wenn Du vorne nicht triffst, dann kann kommen wer will.

Entsprechend ist auch der Schlüssel für heute Abend schnell formuliert. Löst sich beim Z die Verkrampfung, dann gewinnt er. Sollte er weiter so viele Chancen benötigen, dann ist gegen Langnau durchaus die 4. Niederlage in Serie möglich!

SC Bern – ZSC 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

Eine Auswärtsreise ohne Ertrag!

Nach der Niederlage gegen Biel war es ein kleines Grüppchen, welches den ZSC nach Bern begleitete. Doch die Hoffnung wurde bereits nach 25 Sekunden merklich getrübt, Flüeler leistete sich einen Fehler. 1:0 Bern!

Im weiteren Verlauf des ersten Drittels mochte der ZSC mit dem Heimteam mitzuhalten, konnte seine Chancen jedoch nicht nutzen. Der Rückstand nach 20 Minuten blieb bei einem Tor.

Nach der Pause war der Zürcher SC sichtlich verbessert. Die Chancen vor Bührer häuften sich, es waren aber die Berner, welche durch einen Konter zu einer schmeichelhaften 2:0-Führung kamen. Das verdiente Tor des ZSC kam zwei Minuten später durch Mc Carthy mit einem Schuss von der blauen Linie. Eine Einzelleistung von Ritchie brachte Bern etwas glücklich das 3:1.

Auch heute machte das Gezeigte nicht wirklich Lust auf ein drittes Drittel. Doch die Zürcher mit ihrem Anhang steckten den Kopf noch nicht ins Eis (den Sand). Ambühl brachte mit seinem Treffer den Z nochmals ins Spiel zurück. Mehr wollte dem Team von Bob Hartley nicht gelingen.

Marmor, Stein und Eisen bricht…

Jurai Kolnik weiterhin bei GCK

Seit gut einer Wochen steht unter intensiver Beobachtung von Edgar Salis. Am vergangenen Dienstag dann gab Kolnik sein Comeback – allerdings erst beim Farmteam der Zürcher.

Auch dieses Wochenende wird Kolnik das Dress von GCK überziehen und dort versuchen Werbung in eigener Sache zu betreiben. Ob Kolnik einen Vertrag erhält wird sich demnach erst in der nächsten Woche entscheiden.

Teil 2 der Berner Woche – der SCB

Biel, Bern, Langnau und wieder Biel zum Schluss, so das Programm der Berner Woche für den Z, welche am Dienstag denkbar schlecht begonnen hat. Die 2:5-Niederlage lies die Starteuphorie, die der Z mit vier Siegen in Serie ausgelöst hat, mit sofortiger Wirkung wieder beenden. Realität oder Pessimismus – je nach Betrachtungswinkel – hat das Zürcher Umfeld wieder eingeholt.

Selbst mir fällt es schwer, hier einen positiven Ausblick auf die Partie gegen den SCB zu werfen. Warum sollte nun ausgerechnet gegen die Berner der Knopf platzen? Warum treffen die Zürcher genau morgen wieder einmal in das Tor? Eines ist jedenfalls klar: Wenn der ZSC gegen Bern nicht mit der vollen Wut im Bauch, dem letzten Quäntchen Entschlossenheit und der nötigen Aggressivität in dieses Spiel geht, dann soll das noch einer verstehen.

Es ist Spiel Nummer 40 und die Qualifikation neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen und sollte es Hartley und seinem Team nicht gelingen nun den Rank zu finden, dann wird auch diese Saison wieder in einer Enttäuschung enden. Und die gesamten Diskussionen und Analysen gingen wieder von Vorne los! Zumindest die Halbfinalqualifikation muss es in dieser Saison werden und das spielerische Potenzial wäre vorhanden – also nützt es endlich aus und gewinnt die Partien!

ZSC suscht gar nüt! Uf gaht’s jetzt!

 

ZSC – EHC Biel 2:5 (2:1, 0:2, 0:2)

Was will man da noch schreiben? Ein gefühltes Chancenverhältnis von 50 zu 5 und dennoch eine Klatsche in einem der wichtigsten Partien in dieser Saison.

War der ZSC im ersten Abschnitt noch die klar bessere Mannschaft und wurde mit einer 2:1 Führung nur schlecht belohnt, so geriet er im Mittelabschnitt zu stark in die Passivität. Kaum Emotionen, wenig zwingende Aktionen – im Powerplay noch weniger als bei nummerischem Gleichstand – und die vorhandenen Chancen versandeten allesamt in der miserablen Chancenauswertung. Bob Hartley brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: “Im Powerplay hätten wir das Tor nicht einmal getroffen, wenn dieses die Grösse eines Scheunentors hätte”.

Allgemein war das Powerplay die schlechteste Disziplin der Zürcher. “Wie in dieser Saison bisher immer”, konstantierte Geering richtig und Hartley meinte dazu weiter: “Die Chancen haben wir und diese verwerten wir auch dann nicht, wenn wir noch mehr Videoanalysen betreiben”.

Damit ist eigentlich alles zum heutigen Spiel gesagt. Der Z ohne Emotionen und wenig Nervenstärke ist im wichtigsten Moment geschlagen. Das Problem liegt in den Köpfen, und sollte nicht blitzartig etwas dagegen unternommen werden, dann wird auch in dieser Saison der Viertelfinal die Endstation sein! Wir blamieren uns zurzeit vor der kompletten Liga und das ist keine negative Einstellung, sondern die schmerzhafte Realität!